Jegliche Schuld von sich gewiesen

26-Jähriger bestreitet Vergewaltigung: Sex mit 21-Jähriger soll einvernehmlich gewesen sein

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Der 26-jährige Angeklagte weist jegliche Schuld von sich.

Bergkamen/Dortmund – Vor dem Dortmunder Landgericht hat der mutmaßliche Vergewaltiger einer 21-Jährigen jegliche Schuld von sich gewiesen. Sein Verteidiger Marco Ostmeyer verlas im Auftrag seines Mandanten eine schriftliche Erklärung, in der der 26-jährige behauptet, dass es in der Tatnacht zu einvernehmlichen Sex mit der Bekannten gekommen sei. Gewalt oder eine drohend vorgehaltene Rasierklinge habe es nicht gegeben.

Nach Darstellung des Angeklagten will er die junge Frau auf deren Wunsch hin aus Haus Dellweg abgeholt und zu Fuß nach Rünthe begleitet haben. „Wir kennen uns seit einigen Jahren, haben regelmäßig zusammen Marihuana geraucht“, beschrieb er über seinen Verteidiger das Verhältnis. Die junge Frau sei in der Tatnacht besonders aufgekratzt gewesen, habe wohl schon Drogen genommen und pausenlos über ihre Lebenssituation und ihren Freund gesprochen. Sie habe ihn von sich auf dem Heimweg umarmt und geküsst. Auf der Wiese an der Erlentiefenstraße in Rünthe rauchten die Beiden dann einen Joint und nach Darstellung des Angeklagten kam es dann eher spontan von seiner Seite aus zu sexuellen Handlungen und Geschlechtsverkehr.

„Es gab aber keinerlei Anzeichen, dass sie damit nicht einverstanden war. Das hat sie mir nie durch Worte oder Gesten signalisiert“, betonte der mutmaßliche Vergewaltiger in seiner Erklärung. Irgendwann einmal habe sie nicht mehr gewollt, sei vermutlich „überfordert gewesen von der Situation“, habe es womöglich „bereut“ und habe zudem deutlich unter der Wirkung der konsumierten Drogen gestanden.

Das habe er sofort akzeptiert und habe sie nicht weiter angefasst. Die junge Frau hatte in ihrer belastenden Zeugenaussage angegeben, dass er sie unter vorgehaltener Rasierklinge zum Erdulden der sexuellen Übergriffe gezwungen habe. „Nein, das habe ich nicht. Eine Rasierklinge hatte ich aber dabei“, stellte der Angeklagte seine Version des Geschehens dar. Sein endgültiges Fazit: „Ich habe nichts Falsches getan!“ Mit der Befragung eines zweiten mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers wird der Prozess am 7. Mai fortgesetzt. Wenige Tage vor der angeklagten Vergewaltigung der 21-jährigen Bergkamenerin soll er eine 16-Jährige in einem Park in Kamen unter Todesdrohungen vergewaltigt haben.

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