Gesperrt: Erst Lippebrücke, dann Autobahnauffahrt

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Die Arbeiten an der Industriestraße im Bereich Rünther Straße/Sandbochumer Weg sind so gut wie abgeschlossen. Nach einer zweiwöchigen Pause geht es an der Fritz-Husemann-Straße weiter.

Bergkamen – Rünthe und Bergkamen werden in den Sommerferien zum Baustellenland. Heute beginnen die Arbeiten an der Anschlussstelle zur A1, auf der Industriestraße wird schon länger gewerkelt und deshalb bald der Standort gewechselt – und dann werden am Wochenende an der Lippebrücke auch noch die Stahlträger eingehoben.

Von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, wird die Brücke an der Kamener Straße über die Lippe auf der Werner Straße (B233) sowie die parallel verlaufende Geh- und Radwegbrücke zwischen Rünthe und Werne gesperrt. Selbst auf dem Fluss ist der Bereich unterhalb der beiden Brücken für Wassersportler nicht passierbar.

Drei 160 Tonnen schwere Stahlträger werden mithilfe von selbstfahrenden Plattformen und zwei Autokranen von ihrem aktuellen Lagerplatz auf die bereits errichteten Pfeiler gehoben. Diese Behelfswiderlager sind in den vergangenen Monaten zwischen der alten B233-Brücke und der Geh- und Radwegbrücke entstanden.

In den kommenden Monaten werden die drei Hauptträger mit Querträgern und dem Überbau der Brücke verschweißt. Außerdem wird eine provisorische Fahrbahndecke aufgebracht, über die der Verkehr laufen soll, wenn die alte Brücke abgerissen wird. Die neue Flussüberquerung soll Ende 2021 fertig sein.

Eine sehr weiträumige Umleitung

Weil es im Umfeld der am Wochenende gesperrten Lippebrücke an der Kamener Straße kaum Kraftfahrzeug-taugliche Überquerungen über die Lippe gibt, werden Autos und LKW sehr weiträumig umgeleitet. Von Bergkamen aus führt der Weg von der Werner Straße über den Ostenhellweg und die Dortmunder Straße bis zur Johannes-Rau-Straße nach Herringen. Am Lausbach geht es über den Datteln-Hamm-Kanal und die Lippe und dann auf der Nordseite auf der Hammer Straße durch Stockum und die Stockumer Straße entlang bis nach Werne, wo die Umleitung mit dem Hansaring wieder die B233 trifft.

Radfahrer haben einen deutlich kürzeren Weg. Sie werden vom Ostenhellweg am Kanal entlang geführt, wo sie an der Evenkamp-Brücke nach Norden abbiegen und dort die Lippebrücke Bergkamen-Werne passieren und am Fischerhof auf der Lippestraße herauskommen.

Rettungsdienste müssen sich absprechen

Die Sperrung der Brücke bereitet auch den Rettungsdiensten an diesem Wochenende Probleme. Die Umleitung (siehe Kasten) wäre im Notfall viel zu lang. Deshalb hat der Landesbetrieb Straßen.nrw mit den Feuerwehren Bergkamen und Werne abgesprochen, dass beide Einsatzkräfte und Fahrzeuge vorhalten, um auf ihrer Seite der Lippe eingreifen zu können.

Anschlussstelle ab Montag gesperrt

Am Montagmorgen soll alles geschafft sein, Markus Feller, Pressesprecher von Straßen.nrw hofft aber, dass die Sperrung schon eher aufgehoben werden kann. Das wäre auch gut, denn spätestens ab kommenden Montag entsteht das nächste Nadelöhr in der Umgebung. Diesmal ist die Autobahnniederlassung Hamm von Straßen.nrw verantwortlich, dass auf dem Ostenhellweg rund um die Anschlussstelle Hamm-Bergkamen zur A1 nur noch ein eingeengter Fahrstreifen zur Verfügung steht. Heute beginnen die Arbeiten dort, die zwischenzeitlich eine Sperrung der Auf- und Abfahrten vorsehen. Außerdem wird im Bereich der Anschlussstelle ein 340 Meter langer Bereich des Ostenhellwegs saniert.

Baustelle soll bis Ende der Sommerferien fertig sein

Vorbereitende Arbeiten und die Regelung des Verkehrsflusses werden von Mittwoch an am Zugang zur A1 ausgeführt, teilte Markus Miglietti von der zuständigen Autobahnniederlassung Hamm von Straßen.nrw mit. Ab Montag wird die Fahrbahn zur A1 in Richtung Köln für drei Wochen gesperrt. Anschließend folgt für eine ebenso lange Zeit die Sperrung der Fahrbahn in Richtung Bremen. Mit Ende der Sommerferien soll die Baustelle fertig sein.

Die Fahrbahnen der Auf- und Abfahrten werden um 30 Zentimeter abgetragen, ehe sie wieder neu angelegt werden und am Ende asphaltiert wird. Auch der Rettungsdienst muss in der Zeit der Sperrung die gleiche Umleitung wie der normale Verkehr nehmen, um auf die Autobahn zu gelangen, weil eine andere Möglichkeit in diesem Bereich nicht bestehe, sagte Miglietti.

Industriestraße wird asphaltiert

Nur ein paar 100 Meter weiter sind die Arbeiten bereits im vollen Gange. Auf die Industriestraße ist vom Ostenhellweg bis zum Sandbochumer Weg in Rünthe bereits der Asphaltbinder aufgetragen worden, am Mittwoch ist die Deckschicht an der Reihe. Bis Montag sollen die Restarbeiten an diesem Teil der zuvor maroden Fahrbahn abgeschlossen sein, sagte Jürgen Busch, Sachbearbeiter im Kreis Unna. Eine Insel muss noch in der Einmündung Sandbochumer Weg angelegt werden.

Zunächst sollten die Arbeiten danach umgehend im Bereich der Fritz-Husemann-Straße fortgesetzt werden, doch die Baufirma beantragte eine zweiwöchige Unterbrechung. „Wenn der Fertiger nicht da sein kann, macht es keinen Sinn“, meinte Busch. Während des Baustopps soll es vorübergehend zu keinen Beeinträchtigungen für den Verkehr geben.

Wenn es weitergeht, werden erst die südliche Seite und der Verkehr einspurig vorbeigeleitet, sagte Busch. Im weiteren Verlauf werden auch Rad- und Gehweg miteinbezogen. Bis August sollen die Arbeiten dauern.

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