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Bauhof kommt gegen den großen Durst kaum noch an

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Von: Carola Schiller

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Gärtner Michael Schulde wässert Bäume
Gärtner Michael Schulde ist derzeit einer der „Wassermänner“ am Bauhof. Mit 2000 Litern ist er unterwegs. © Privat

Viele freuen sich über das anhaltende Sommerwetter viel Sonne, kein Regen. Wer inzwischen spürbar unter der Trockenheit leidet, ist die Natur. Damit die Bäume in Bergkamen nicht vertrocknen, brauchen sie regelmäßig einen kräftigen Schluck Wasser.

Bergkamen – Anfang August rief die Stadt Kamen ihre Bürger auf, bei der Bewässerung junger Bäume zu helfen. Es regnete einfach nicht genug, um die Bäume zu versorgen. Die Wurzeln seien einfach noch nicht tief genug, die Gehölze daher in Gefahr.

Nicht einmal kurze kräftige Schauer können den Mangel beseitigen. Das Wasser läuft an der Oberfläche ab, weg in einen Gully oder es verdunstet flugs. Es fehlt der lang anhaltende Landregen. Oder eben der Einsatz der Bevölkerung beim Wässern der jungen Bäume.

Dränagerohre und Wassersäcke

Mit vier Wasserwagen sind die Bauhofkräfte zurzeit täglich unterwegs. Nach einem festgelegten Plan fahren die mit Wasserfässern beladenen Fahrzeuge zu den Jungbäumen. Die haben die Mitarbeiter sowieso schon vorsorglich auf eine bessere Wasserversorgung vorbereitet, zum Beispiel mit Dränagerohren, die quasi als Einfüllstutzen dienen.

Auffälliger sind die Wassersäcke, die an den Stamm gebunden werden. „Unten im Wassersack ist eine Membran“, erklärt Michael Schulde, Gärtner beim Bauhof und verantwortlich für einen Teil der Jungbäume. Die Membran sei wichtig, damit das Wasser langsam und vor allem über einen längeren Zeitraum austritt, den Boden durchnässt und die Wurzeln erreicht kann.

Stephan Polplatz vom Baubetriebshof findet Kamens Vorstoß gut: Patenschaften. „Eine Gießkanne oder ein Eimer Wasser an einen Baum oder in ein Beet, das würde schon helfen“, freut er sich über jeden, der Wasser spenden möchte.

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