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Der Barber-Shop-Chor „Sound Celebration“ sucht Mitsänger

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Mit Spaß und Swing sorgen die Damen für den typischen Barber-Shop-Klang. © Leitheiser

Bergkamen - Vierstimmiger Gesang wie in einem amerikanischen Barber-Shop des frühen 20. Jahrhunderts: Das ist das Markenzeichen der Bergkamener „Sound Celebration“. Die 21-köpfige A-cappella-Truppe sprüht vor Frauenpower – und ist immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

„Wir sind alle keine professionellen Sängerinnen, performen aber mit viel Swing, Wiedererkennungswert und Freude an der Musik“, sagt die erste Vorsitzende Elke Wessel wie aus der Pistole geschossen, wenn sie nach dem erkennbar engen Zusammenhalt von „Sound Celebration“ gefragt wird. Barbershop-Sänger unter sich hätten anderen Chören zudem etwas voraus, verrät sie scherzhaft: Sie müssten nur einen sogenannten „Tag“ anstimmen, dann könne jeder in seiner individuellen Tonlage einstimmen. „Ein ‚Tag‘ ist nämlich nicht mehr als ein kurzer Abschnitt eines Songs, den man sich leicht merken kann und der schnell ins Ohr geht.“ 

Ganze Stücke singen Wessel und ihre Chorfreundinnen natürlich auch – alles zu seiner Zeit. Bei jeder wöchentlichen Probe muss aber zuerst die Stimme gelockert werden. „Das geht am besten mit ein paar Aufwärmübungen für den ganzen Körper“, verrät Chorleiterin Susanne Pawlak und stellt sich auf ein Bein. Für die Mitglieder ist das inzwischen ganz normal. Neulingen wie Christiane Heuelmann, die zum ersten Mal bei „Sound Celebration“ reinschnuppert, kommen die Übungen ungewohnt vor. „Ich singe in mehreren Chören, aber dieser hier ist etwas ganz Besonderes“, ist die Bergkamenerin nach wenigen Minuten sicher.

"Zusammen harmoniert es perfekt"

Im Anschluss geht es ans Einsingen – mit Tonleitern, kurzen Melodien und Tags, dann wagen sich Pawlak und der Chor an einen neuen Song: den „San Francisco Bay Blues“. Als echter Barbershop-Chor singen die Frauen oft englische Lieder – Originale aus den 50er-Jahren bis zu Totos „Africa“ oder Disney-Klassikern wie „Colours of the Wind“ aus „Pocahontas“. „Wir sprechen die Texte oft, bevor wir sie singen“, verrät Wessel augenzwinkernd. 

Die gesamte Klanggewalt des Barbershop-Gesangs wird erst dann deutlich, wenn alle vier Stimmlagen zusammenkommen: von Bass über Tenor und Melodiestimme bis zum Sopran. „Das ist noch eine kleine Besonderheit: Hier ist der Sopran mehr als kleines Sahnehäubchen zu verstehen. Den Ton gibt die Altstimme an“, so Wessel.

Proben immer Dienstagabend

Christiane Heuelmann fühlt sich nach der Schnupperstunde unter den Sopranstimmen sofort pudelwohl. Die „Klangspur“ zu halten, falle ihr als erprobtes Chormitglied nicht schwer. „Als ich mit dem Singen angefangen habe, bin ich ständig rausgekommen, wenn jemand neben mir eine andere Melodie gesungen hat“, erinnert sie sich. Bei den Barbershoppern von „Sound Celebration“ möchte sie bleiben. „Allein klingen die Stimmen oft ein bisschen seltsam, aber zusammen harmoniert es perfekt“, bilanziert sie. Diese Harmonie habe ihren ganz eigenen Charme.

 „Sound Celebration“ proben jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Martin-Luther-Zentrum und an jedem ersten Dienstag im Monat im Spiegelsaal des Pestalozzihauses. „Da können wir vor allem unsere Choreografien einüben. Das Singen geht auch ohne Spiegel“, sagt Wessel.

Kontakt

Wer mitmachen möchte, kann sich bei Elke Wessel zu einer Probe anmelden, Tel. 0 23 06/98 39 66. Das nächste große Konzert geben die Frauen am 25. Mai.

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