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BAP-Fans greifen bei Treffen selbst in die Saiten

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Von: Linda Ehrhardt

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Andreas Veit aus Oberaden (2.v.r.) hatte das BAP-Fantreffen organisiert. Seit 1981 ist er begeisterter Anhänger der Kölsch-Rocker. - Fotos: Ehrhardt
Andreas Veit aus Oberaden (2.v.r.) hatte das BAP-Fantreffen organisiert. Seit 1981 ist er begeisterter Anhänger der Kölsch-Rocker. - Fotos: Ehrhardt

Bergkamen - Das Gästehaus an der Heiler Ökologiestation war am Wochenende fest in der Hand von Anhängern der Gruppe BAP. Der Oberadener Andreas Veit hatte zum zweiten Bergkamener BAP-Fantreffen eingeladen – Livemusik inklusive.

Veit selbst ist seit 1981 begeisterter Fan der Kölsch-Rocker. 2011 war er das erste Mal auf einem Treffen. „Es gibt zwei regelmäßige – eines in Ahrdorf in der Eifel und eines in Süddeutschland“, erzählt er. Seine Fan-Reise in den Süden hinterließ nachhaltigen Eindruck bei ihm. „Ich kam hin und kannte keinen – am Ende des Wochenendes hatte ich Freunde gefunden“, erzählte er.

Erstes Konzert 1986 besucht

Vor etwa zwei Jahren keimte dann die Idee auf, selbst ein Treffen zu organisieren. Er besichtigte das Gästehaus, befand es für gut – und lud ein zum Wochenende mit Gleichgesinnten. „Für unser zweites Treffen jetzt hätte ich mir etwas mehr Anmeldungen gewünscht“, sagte er.

Doch auch, wenn es eine eher übersichtliche Runde blieb: Die Fans hatten Spaß. „Wir haben uns am Freitag getroffen, die Musiker proben und überlegen, was sie zusammen spielen wollen. Samstagabend wird dann gegrillt und es gibt ein Mitsingkonzert“, erzählte Michael. Er ist aus Bückeburg angereist, um Freunde zu treffen. „Man kennt sich einfach“, sagte er. Fachsimpeleien über die Band, Gespräche über Konzerte, die Gemeinschaft – all das mache diese Treffen aus, betonte er. „Mein erstes BAP-Konzert habe ich 1986 besucht, in Bochum in der damaligen Ruhrlandhalle.“

„Die Texte sind einfach großartig“

Im Gästehaus machte er es sich mit einigen anderen Fans im kleinen Seminarraum bequem, um Andreas Veit und seinen Mitstreitern zu lauschen, die zu den Instrumenten gegriffen hatten. Und – selbstverständlich – BAP-Lieder spielten. Die gefallen Michael nicht nur wegen der Musik. „Die Texte sind einfach großartig“, lobte er. „Wolfgang Niedecken schreibt oft recht autobiografisch, man findet sich einfach in den Texten wieder.“

Seinen ersten Liebeskummer habe er mit vielen Tränen und dem Lied „Helfe kann dir keiner“ überstanden, erinnert er sich lächelnd. „Musikalisch ist es einfach gerade Rock’n’Roll. Sehr abwechslungsreich, kein Einheitsbrei.“

Die Texte sind gewissermaßen auch für Heike Knolle aus Unna das Faszinierende an der Band. „Ich bin seit 35 Jahren Fan und finde diesen Dialekt wunderbar“, erzählte sie. Und lachte. „Auch, wenn ich bis heute kein Wort davon verstehe.“

Die Musiker, die sich aus den Fanreihen zusammengefunden haben, stießen bei ihr auf Wohlwollen. „Ich finde es klasse, wenn man nicht einfach covert – die Jungs drücken den Liedern auch einen eigenen Stempel auf und spielen nicht eins zu eins nach“, lobte sie.

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