Awo-Kita Sonnenblume in Rünthe soll größer werden

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Die Awo prüft zur Zeit, ob sie die Kindertagesstätte Sonnenblume an der Rünther Straße bis unter das Dach ausbauen kann. 

Bergkamen - Konkrete Umbaupläne gibt es noch nicht. Klar ist aber, dass die Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Kindertagesstätte „Sonnenblume“ im ehemaligen Amtshaus an der Rünther Straße ausbauen soll, um den Bedarf an Kita-Plätzen in Rünthe abzudecken. Das wünscht zumindest die Stadt. 

Insgesamt 55 Kinder sollen nach den Vorstellungen der Verantwortlichen im Rathaus dort zukünftig auf drei Etagen betreut und gefördert werden. Zur Zeit sind es 33 in zwei Gruppen im Erdgeschoss.

Die Kita Sonnenblume hat ihre dreiwöchige Sommerpause bereits beendet. In der zweiten Hälfte der Sommerferien ruht nun der Betrieb in den drei anderen Tageseinrichtungen in Rünthe: Awo-Traumland am Hafenstadion in Rünthe-West, Arche Noah an der evangelischen Christuskirche und Montessori an der katholischen Herz-Jesu-Kirche.

Stadt wünscht sich Erweiterung

Dass die vier Kindertagesstätten beziehungsweise Familienzentren in Rünthe nicht mehr den Betreuungsbedarf im rund 6700 Einwohner zählenden Ortsteil decken können, hatte Gabriele Hörstrup als Sachgebietsleiterin der Stadtverwaltung bereits im März in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses erläutert. Da war aber zumindest schon klar, dass sich die Stadt die Lösung dieses Problems durch eine Erweiterung der Awo-Kita Sonnenblume wünscht.

„Die Verantwortlichen des Sozialverbandes haben inzwischen eine Machbarkeitsstudie für dieses Vorhaben in Auftrag gegeben“, berichtet Gabriele Hörstrup auf Anfrage. Kornelia Finke, die Leiterin der beiden Awo-Kindertageseinrichtungen in Rünthe hat dafür schon konkrete Vorstellungen: „Das Haus könnte im Inneren so umgebaut werden, dass wir unsere Kita auf alle drei Geschosse ausdehnen können“, sagt sie. Ein Anbau im Bereich des Spielplatzes hinter dem Haus sei ausgeschlossen.

Im ersten Obergeschoss ist Platz

Platz für eine Erweiterung der Kita gibt es zumindest schon im ersten Obergeschoss. Die „Startbahn“, die zuletzt dort ansässige Tagesstätte für Menschen mit Handicap hat die Awo bereits geschlossen. „Und der Mietvertrag mit der Wohngemeinschaft im Dachgeschoss wird demnächst auch auslaufen“, so Kornelia Finke.

Weitaus vorsichtiger ist da Rainer Goepfert, der Geschäftsführer des neuen Awo-Unterbezirksverbandes Ruhr-Lippe-Ems. „Es ist richtig, dass wir auf Wunsch der Stadt einen Ausbau der Kita Sonnenblume prüfen. Das ist aber vor allem eine finanzielle Frage. Solch ein Vorhaben ist sicherlich mit erheblichen Kosten verbunden. Wir müssen abwarten, ob wir das überhaupt stemmen können, zumal wir auch noch andere derartige Projekte in unserem Unterbezirk vor der Brust haben“, betont Goepfert. 

Noch ist nichts entschieden

Bisher sei in Rünthe jedenfalls noch nichts spruchreif. Und konkrete Zusagen habe die Stadt von der Awo auch noch nicht erhalten, ergänzt er. Die Startbahn sei geschlossen worden, weil es für die Tagesstätte in Bergkamen nicht mehr genügend Bedarf gegeben habe, so Goepfert. „Den decken wir mit den entsprechenden Einrichtungen in Unna und Lünen ab. Dorthin bieten wir auch für Bergkamen einen Bustransfer an“, ergänzt der Awo-Geschäftsführer. 

Zumindest im nun beginnenden Kindergartenjahr seien alle Rünther Familien versorgt, erklärt Gabriele Hörstrup. „Die Nachfrage ist aktuell zwar größer als die Zahl der Betreungsplätze in den vier Kitas. Aber wir haben den Überhang durch die Kindertagespflege abdecken können“, erläutert die Sachgebietsleiterin der Stadtverwaltung.

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