CDU und Grüne zum Teil einig

Verkehrssperre nötig: Was passiert mit Autobahnbrücke?

+
Für Autofahrer könnte die Brücke über die A1 am Sandbochumer Weg in Zukunft nicht mehr befahrbar sein.

Den Protesten der BergAuf-Fraktion trotzend stimmte der Rat mehrheitlich für einen Autobahnausbau. Auch die Autobahnbrücke am Sandbochumer Weg soll erneuert werden.

Bergkamen – Mit Blick auf die Belange der Landwirtschaft werden sich nicht alle Wünsche der Stadt Bergkamen im Zuge des A1-Ausbaus umsetzen lassen. So viel scheint schon ganz zu Beginn des Planfeststellungsverfahrens festzustehen.

Dennoch stimmte der Rat am Mittwoch bei den Gegenstimmen der BergAuf-Fraktion mit großer Mehrheit für die neun Punkte, zu denen die Stadt Anmerkungen hatte. Dass die Stadt generell keine Einwände gegen den Autobahnausbau habe, stieß bei der BergAuf-Fraktion aus Umwelt- und Klimaschutzgründen auf kein Verständnis.

Doch auch mit Blick auf die möglichen Interessen der Landwirtschaft an einer Autobahnbrücke am Sandbochumer Weg appellierten die Ratsvertreter dafür, die Brücke für den Durchgangsverkehr zu sperren. „Die Anwohner des Sandbochumer Wegs haben mehr als deutlich gemacht, dass das wünschenswert wäre“, sagte SPD-Fraktionschef Bernd Schäfer.

Die Brücke ist in keinem guten Zustand uns muss erneuert werden.

Die SPD könne sich daher damit anfreunden, die Brücke zuzumachen. Keine Option sah die CDU darin, die Brücke nicht zu erneuern. „Die Brücke muss erhalten werden, als Rad- und Fußweg oder für den landwirtschaftlichen Verkehr, aber auch im Sinne der Siedlung“, argumentierte Fraktionsvorsitzender Thomas Heinzel.

Der Rünther erinnerte daran, dass es immer mal Situationen in Rünthe gebe, in denen Baustellen die Zufahrt einer Stichstraße blockierten. „Eine zweiseitige Option zu haben, rein und rauszufahren, ist daher nicht verkehrt.“ Dieser Argumentation konnte sich Jochen Wehmann von den Grünen „nur komplett anschließen.

Bis auf die landwirtschaftlichen Fahrzeuge müssen wir die Brücke jedoch abbinden.“ Er selbst erlebe den Schleichverkehr aufgrund von Baustellen derzeit am Alkenbach in Oberaden im Zuge der L821n-Bauarbeiten. „Bei Kaufland“, so schaltete sich Bürgermeister Roland Schäfer ein, „braucht es einfach eine intelligente Ampel, die erkennt, woher der Verkehr kommt.“ Das vorhandene Provisorium dort könne keine Dauerlösung sein.

Lesen Sie auch:

Alte Autobahnbrücken denkmalwerter als Kanal-Widerlager

Ausbau der A1: Diese Forderungen stellt die Stadt Bergkamen

Termin steht fest: Dann wird der neue A46-Abschnitt für den Verkehr freigegeben

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare