Zwischen Kamener Kreuz und Hamm-Bockum/Werne

Sechsspuriger Ausbau: Es wird eng auf der A1

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Die im Vorjahr errichteten Ständer für Verkehrstelematik an der A1 in Bergkamen sind bereits breit genug für drei Fahrspuren.

Auf Reisende und Pendler kommt auf der Autobahn A1 spätestens ab 2024 Einiges an Baustellen und Verkehrsbehinderungen zu.

  • Die Autobahn A1 wird sechsspurig ausgebaut.
  • Zwischen Kamener Kreuz und Hamm-Bockum/Werne wird es eng.
  • Das hat Auswirkungen auf Pendler und Reisende.

Hamm/Bergkamen – Das 190 Millionen Euro teure Gesamtprojekt gehört zu den ersten, für das die neue Deutsche Autobahn GmbH ab 1. Januar 2021 das Kommando übernimmt. Bis Ende dieses Jahres liegt die Planung jedoch noch beim Landesbetrieb Straßen.NRW. Dort läuft nun die zweite Phase des Planfeststellungsverfahrens an. 

Die Bergkamener Stadtteile Overberge und Rünthe werden wegen der notwendigen Brückenbauarbeiten vom sechsstreifigen Ausbau der A1 zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne besonders stark betroffen sein.

Projektleiter Roland Krumm und seine Mitarbeiter in der Außenstelle in Coesfeld müssen sich mit insgesamt 104 privaten Einwänden und 71 Stellungnahmen der sogenannten Träger öffentlicher Belange bezüglich des Projekts auseinandersetzen. Dazu gehören unter anderem die Deutsche Bahn, Energieversorger wie die Stadtwerke, Telekommunikationsunternehmen und die an die A1 angrenzenden Kommunen. 

A1-Ausbau: Stellungnahmen und Erörterungstermine

„Wir müssen uns das alles im Detail ansehen, um zu allem eine Stellungnahme abzugeben“, erläutert der Projektleiter den weiteren Verfahrensweg. Dann folgen Erörterungstermine bei der Bezirksregierung in Arnsberg. Wenn alles geklärt ist, kann die Aufsichtsbehörde mit einem Planfeststellungsbeschluss, den Weg für den sechsstreifigen Ausbau der A1 frei machen. 

„Theoretisch sind dann schon im Laufe des kommenden Jahres die konkrete Planung und die Ausschreibung der Bauarbeiten möglich“, sagt Roland Krumm. „Falls keine Gerichtsverfahren für Verzögerungen sorgen“, ergänzt er vorsichtshalber. 

A1-Ausbau: Deutsche Autobahn GmbH übernimmt 2021 die weiteren Planungen

Dann hat allerdings schon die Deutsche Autobahn GmbH den Hut auf. Die wird für den Ausbau der A1 in den nächsten Monaten ein Projektbüro in Münster einrichten. Klar ist bisher eigentlich nur, dass die Autobahn vom Kamener Kreuz aus in Richtung Norden ausgebaut werden soll. Vorab sollen die beiden Brücken über den Kanal und die Lippe neu gebaut werden.

„Das ist völlig unabhängig vom Ausbau der Autobahn notwendig, weil sie wegen ihres schlechten Zustandes sowieso möglichst bald erneuert werden müssen“, sagt Roland Krumm. Denkbar sei, auch anschließend zunächst die Autobahnübergänge an der Hammer Straße/Kamener Straße, am Gutsweg (Haus Reck), an der Landwehrstraße, am Sandbochumer Weg und an der Anschlussstelle in Rünthe komplett zu erneuern, weil sie zu schmal für einen sechsspurigen Ausbau sind.

A1-Ausbau: Erweiterung der Rastplätze

„Die Unterführungen wie zum Beispiel der Bahnlinie Hamm-Osterfeld oder der Bever könnten dann jeweils im Zuge der Straßenbaumaßnahmen baulich angepasst werden“, sagt der aktuelle Projektleiter. Geplant ist außerdem die Erweiterung der Rastplätze Fuchs-Eggen nördlich der Lippe in Fahrtrichtung Kamener Kreuz und der Rastanlage nahe Haus Reck in der Gegenrichtung. 

Der Parkplatz „An der Landwehr“ in Werne Stockum soll durch eine Lärmschutzwand abgeschirmt werden. Der Rastplatz am Overberger Busch auf der Westseite der Autobahn 1 soll hingegen komplett beseitigt werden, weil sich die Kraftfahrer dort künftig schon für einen Autobahnwechsel am Kamener Kreuz einordnen müssen.

Die Ständer für die neuen elektronischen Informationstafeln in diesem A1-Abschnitt wurden im Vorjahr bereits so aufgestellt, dass sie dem sechsstreifigen Ausbau nicht im Weg stehen.

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