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Gastronomie, Eishalle und Schwimmbad von Einschränkungen betroffen

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Von: Christoph Volkmer

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Zettel mit 2G-Regel
Mit der 2G-Regel dürfen demnächst nur noch geimpfte und genesene Besucher Freizeiteinrichtungen besuchen. © Arne Dedert

2G kommt in NRW. Betroffen sind unter anderem Veranstaltungen, Gastronomie sowie Freizeit- und Sportaktivitäten, bei denen nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Wie reagieren Betreiber und Wirte in Bergkamen auf die neue Regelung?

Bergkamen – Dr. Martin Brodde, Betreiber der Eishalle am Häupenweg, steht wie viele andere vor der Frage, ab welchem Alter die 2G-Regelungen gelten. „Anders gefragt – bis zu welchem Alter kann ich mich als nicht geimpfter Jugendlicher noch auf die Straße wagen?“, formuliert es Brodde. Bei den Ü18-Besuchern sei die Lage klar, diese können nur noch auf die Eisfläche, wenn sie geimpft oder genesen sind. Das große Fragezeichen stehe derzeit rund um die jüngere Zielgruppe.

Eishalle

Brodde rechnet anhand der stetig steigenden Corona-Zahlen zudem damit, dass in Kürze noch die verschärfte 2G plus-Regelung in Kraft treten wird. Um auf diese Zeit vorbereitet zu sein, hat er sich bereits darum gekümmert, dass in Kürze eine Testmöglichkeit direkt an der Eishalle eingerichtet wird. Wenn sich Kreisgesundheitsamt und Anbieter einigen, könnte ein entsprechender Container schon Ende der Woche vor der Eishalle positioniert werden.

Aufbereitungsmaschine auf Eisfläche in der Eishalle Bergkamen
Bleibt die Eisfläche künftig leer in der Eishalle am Häupenweg? © Hans Joachim Eickmann

Zwar gibt es auf dem Parkplatz des benachbarten Wellenbades bereits einen Anbieter, von dem aber habe er bisher von seinen Gästen wenig Positives gehört, sodass er das Angebot eines anderen Anbieters, Testungen direkt an der Halle durchzuführen, angenommen hat. Die Öffnungszeiten wird Brodde mit dem Personal abstimmen, sinnvoll sei eine Testmöglichkeit auch in den Abendstunden, wenn die Halle geöffnet ist.

Gastronomie

Bei Sadija Bajric vom Restaurant Forellenhof klingelt seit dem starken Anstieg der Corona-Zahlen das Telefon häufig nur noch, wenn es sich um Absagen von Weihnachtsfeiern handelt.

„Was derzeit alles an Absagen bei uns eintrifft, ist schlimm. Ich habe auch keine Ahnung, wie es wird, wenn die neue Regelung in Kraft tritt“, sagt der Gastronom, der alles andere als optimistisch auf die kommenden Wochen blickt. „Wenn es in Österreich einen Lockdown gibt, wird es den früher oder später auch in Deutschland geben. Das träfe uns besonders hart, denn der Dezember ist gerade die Zeit des Jahres, in der wir Geld verdienen können“, sagt Bajric.

Forellenhof
Im Forellenhof gehen derzeit vor allem Anrufe ein, um geplante Weihnachtsfeiern abzusagen. © Henrik Wiemer/Digitalbild

Schwimmbad

Den kommenden Änderungen mit der Einführung der 2G-Regel auch in den Schwimmbädern sieht Kai Kruppa von den Gemeinschaftsstadtwerken entspannt entgegen. „Wir erwarten dann keinen grundlegend anderen Ablauf“, sagt der Sprecher der GSW. Die Besucher seien Kontrollen bereits seit Monaten gewohnt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass 90 Prozent die 3G-Regelungen ohne Diskussion akzeptiert haben. Wir sind zuversichtlich, dass sich das nicht ändern wird“, sagt Kruppa.

Bereits seit längerer Zeit ist auch Sicherheitspersonal für die Kontrollen in den derzeit geöffneten Einrichtungen zuständig; für die GSW ein zusätzlicher Kostenfaktor. Kontrolliert werden laut Kruppa nicht nur die Impf-Nachweise, sondern auch die Personalausweise.

„Ein kleiner Rückgang an Besuchern ist in unseren Bädern mittlerweile schon zu verzeichnen“, so Kruppa. Ein weiterer Rückgang sei mit 2G nicht zu erwarten, da die meisten Gäste diese Regeln bereits erfüllen.

„Sollte es aber flächendeckend zu einem 2G plus-Modell kommen, erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Gäste“, sagt der Sprecher der GSW.

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