Ausbau der A1: Diese Forderungen stellt die Stadt Bergkamen

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Auf der A1 soll der Verkehr besser fließen. Platz dafür bieten in Zukunft jeweils drei statt zwei Fahrspuren in beiden Richtungen.

Rünthe – Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens für den sechsstreifigen Ausbau der A1 wurde die Stadt Bergkamen um Stellungnahme gebeten. Einwände und Anregungen, aber auch Forderungen können auf diesem Weg angebracht werden. 

Vieles, was die Verwaltung in Vorbereitung auf die anstehende politische Beratung erarbeitet hat, dürfte auch die Anliegen der betroffenen Anwohner widerspiegeln.

Wie steht die Stadt generell zum Autobahnausbau?

Grundsätzlich wird der sechsstreifige Ausbau der Autobahn begrüßt, um die Erreichbarkeit der Stadt zu verbessern. Außerdem, so heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Fachausschusssitzungen und die des Stadtrats, gewährleiste ein fließender Verkehr auf der Autobahn die Entlastung der Bergkamener Straßen. Diese würden dann nicht mehr als Ausweichrouten genutzt. Das schütze nicht nur vor Lärm, sondern auch vor Umweltlasten.

Was fordert die Stadt Bergkamen in Bezug auf den Radweg am Ostenhellweg? 

Im Bereich der Autobahnausfahrt ist auf der Südseite der L736 ein neuer Rad- und Fußweg vorgesehen, allerdings soll dieser bislang mit der Grenze der Planfeststellung im Bergkamener Stadtgebiet westlich der A1 enden. Die Stadt fordert nun, hier einen Lückenschluss bis zur Mündung der Straße „An der Bumannsburg“ herzustellen, damit Radfahrer und Fußgänger sicher geleitet werden.

Was ist mit der Brücke am Sandbochumer Weg? 

Die vorhandene Brücke muss abgerissen werden und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Was Anwohner schon seit Monaten wünschen, hält nun auch die Stadt Bergkamen schriftlich fest: Um Schleichverkehre zu vermeiden, soll die neue Brücke lediglich für Radfahrer und Fußgänger nutzbar sein, aber nicht für den motorisierten Verkehr. Ob sich das allerdings mit Blick auf den landwirtschaftlichen Verkehr umsetzen lässt, muss noch geprüft werden. 

Wie steht es um den Ausbau des Sandbochumer Wegs? 

Der Brückenneubau bringt eine Veränderung der Straßenhöhe mit sich. Das wiederum hat Auswirkungen auf Grundstückseinfahrten am Sandbochumer Weg. Hier soll vor Ort entschieden werden, welche Anpassungs- und Angleichungsmaßnahmen durchzuführen sind. Darüber hinaus will die Stadt Bergkamen die Straße komplett ausbauen: Im Regelquerschnitt soll der Gehweg auf beiden Seiten 2,50 Meter breit sein und die Fahrbahn dazwischen 4,75 Meter. Der Anschluss der Brücke soll sich daran anpassen. Außerdem soll der Kreuzungsbereich mit dem Stichweg nördlich der Brücke so breit ausgebaut werden, dass ein dreiachsiges Müllfahrzeug dort wenden kann.

Was passiert mit dem Fußweg am Beverbach? 

Die Autobahnbrücke über den Beverbach muss ebenfalls erneuert werden, der Fußweg entlang des Gewässers soll dabei erhalten bleiben. Die Stadt erwünscht sich hier jedoch einen Ausbau des Weges auf eine Breite von 3,50 Meter, damit Fußgänger und Radfahrer in beide Richtungen sicher queren können. 

Wird der Feldweg parallel zur Autobahn wegfallen? 

Der Feldweg westlich der Autobahn gehört der Stadt Bergkamen. Sie hält ihn für entbehrlich. Ob er allerdings für landwirtschaftliche Verkehre vorgehalten werden muss, könne sie nicht beurteilen, heißt es in der Vorlage. Es liegt daher im Ermessen von Straßen.NRW, ob der Wirtschaftsweg wie geplant an den Fuß der neuen Autobahn verlegt wird oder tatsächlich wegfällt. 

Was passiert mit der Fortführung des Overberger Bürgerradwegs entlang der Landwehrstraße?

Dieser Radweg zwischen der Kreuzung am ehemaligen Haus Schmülling und der Autobahnbrücke ist nur bis zur Zufahrt von Haus Reck geteert, danach wurde er mit Voraussicht auf den Autobahnausbau nur mit einer wassergebundenen Decke versehen. Hier erinnert die Stadt Straßen.NRW an die getroffenen Vereinbarungen, dass dieses Stück des Radwegs im Zuge des A1-Ausbaus mit asphaltiert wird. 

Was fordert die Stadt in Sachen Lärmschutz? 

Neben Lärmschutzwänden und -wällen sieht die Stadt passive Lärmschutzmaßnahmen, vor allem für Bereiche in Rünthe-Ost sowie Außenbereiche von Overberge, als dringend geboten an. 

Worauf weist die Stadt ganz besonders hin? 

Nach aktuellem Kenntnisstand der Stadt Bergkamen könnte im Bereich des Planfeststellungsabschnitts ein Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.

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