UKBS baut bis zu 50 Wohnungen

Auf dem Grimberg 3/4-Gelände: Zweite Chance für Mehrgenerationen-Projekt

Im Mehrgenerationen-Quartier sowie in weiteren Gebäuden sollen laut UKBS insgesamt 45 bis 50 Wohnungen entstehen. Das 12.000 Quadratmeter große Grundstück liegt zwischen dem Fakt-Campus (hinten) und dem PueD-Gelände (vorne).
+
Im Mehrgenerationen-Quartier sowie in weiteren Gebäuden sollen laut UKBS insgesamt 45 bis 50 Wohnungen entstehen. Das 12.000 Quadratmeter große Grundstück liegt zwischen dem Fakt-Campus (hinten) und dem PueD-Gelände (vorne).

Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) hat einen möglichen Alternativ-Standort für ihr Mehrgenerationen-Wohnquartier gefunden. Es könnte auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Grimberg 3/4 in Weddinghofen entstehen, zusammen mit weiteren Wohnungen. „Genauere Pläne für die Fläche gibt es aber noch nicht“, sagt Geschäftsführer Matthias Fischer.

Bergkamen – Ihr Mehrgenerationen-Projekt hatte die UKBS bereits Ende 2018 vorgestellt. Es sollte auf der Freifläche am ehemaligen Schacht Kiwitt an der Bambergstraße entstehen. Dagegen hatten Anwohner protestiert, sodass die Pläne fallengelassen wurden. Zur jüngsten Ratssitzung kündigten SPD und Grüne an, das Bebauungsplanverfahren für den sogenannten Kiwitt-Park stoppen zu wollen. Er soll nun dauerhaft Grünfläche bleiben.

Für das Mehrgenerationen-Wohnquartier hatte die UKBS schon einen Entwurf ausarbeiten lassen. Dieser lasse sich laut Fischer zwar nicht 1:1 auf die Grimberg-Fläche übertragen. Gleichwohl sei das Projekt an dieser Stelle zu realisieren – und zwar auf etwa der Hälfte der 12.000 Quadratmeter an Fläche, die man im vergangenen Jahr von der Fakt AG erworben habe.

12.000 Quadratmeter großes Areal

Dieses Areal befindet sich zwischen dem Fakt-Campus (ehemalige Bergbauberufsfachschule) und der Fläche direkt am Kleiweg, auf der die PueD GmbH ein Gesundheitszentrum sowie Wohnungen und eine Kindertagesstätte errichten möchte. Im Zuge der Planungen wolle man sich auch mit den anderen Vorhabenträgern im Quartier abstimmen, sagt Fischer. „Es gibt Berührungspunkte.“

Insgesamt sollen auf dem UKBS-Areal 45 bis 50 Wohnungen mit einer Durchschnittsgröße von 75 Quadratmetern entstehen, darunter öffentlich geförderte. Möglich seien auch Miet-Reihenhäusern, so Fischer. „Wir wollen auf jeden Fall etwas für Familien tun.“

Zudem sei die UKBS gewillt, auch energetisch neue Wege zu gehen, ergänzt der Geschäftsführer. So könnte am Standort auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichtet werden. Auch die E-Mobilität sei ein wichtiges Thema.

Gute Erfahrungen mit der Wohnform

Die Erfahrungen der UKBS mit Mehrgenerationen-Projekten sei positiv, ergänzt Fischer. Diese Wohnform sei bereits an zwei Standorten in Unna realisiert worden, ein dritter in Selm komme hinzu. „Ich glaube, dass es auch in Bergkamen eine Nachfrage dafür gibt.“

Zum Konzept des Mehrgenerationenwohnens zählen Gemeinschaftsräume und gegenseitige Unterstützung. „Die Mieter lernen sich schon vor dem Einzug kennen und können sich austauschen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nachbarschaft funktioniert“, erläutert Fischer.

Im Laufe dieses Jahres will die UKBS, an der auch die Stadt Bergkamen beteiligt ist, klären, wie sie die Fläche auf dem Grimberg-Areal konkret entwickeln möchte. Mit einem Baustart ist laut Fischer frühestens Ende 2022 zu rechnen.

Zur Investitionshöhe ließen sich noch keine genaueren Angaben machen, so Fischer. Bei 50 im Schnitt 75 Quadratmeter großen Wohnungen und aktuellen Baukosten von etwa 3500 Euro pro Quadratmeter könne aber ein Annäherungswert errechnet werden. Der läge bei rund 13 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare