Tag des Apfels lockt zum 25. Mal auf die Ökologiestation in Heil

Bergkamen-Heil – Der Apfel in seiner ganzen Vielfalt gibt dem Fest, das seit 24 Jahren alljährlich in der Bergkamener Ökostation stattfindet, den Titel. Und irgendwie steht die Baumfrucht auch immer noch im Mittelpunkt. Der 25. Tag des Apfels am Samstagnachmittag bot aber weit mehr: 60 Stände präsentierten viel Natürliches, aber auch Künstlerisches, nämlich Dekorationsartikel – der Jahreszeit entsprechend weihnachtliche.

Das Ökozentrum wäre aber nicht das Ökozentrum, wenn es beim Apfelfest nicht jede Menge gut verpackte Informationen gebe. Der Nabu bot die Möglichkeit, einen Button mit eigenen Motiven herzustellen, die Bienenfreunde neben leckerem Honig und Bienenwachserzeugnissen, Informationen, wie ein Garten richtig für die Insekten angerichtet werden kann. 

Der Hausherr Kreis Unna war gleich mehrmals vertreten: Die Naturförderungsgesellschaft verkaufte die Erträge der Streuobstwiesen, wie den „Luxenburger Triumph“. Der Apfel schmeckte Besucherin Annegrete Becker vorzüglich. Sie orderte gleich eine Tüte. Nebenan wunderten sich zwei Jungen, dass die Mitarbeiter des Kreises den Saft per Hand pressten. „Das wird doch immer elektrisch gemacht“, meinte einer. Zum Teil bekam er recht. Die ganzen Äpfel häckselten die Produzenten zunächst.

In der Deele des ehemaligen Gutshofes hatte sich Laura Lange postiert. Sie stellte Ubiku vor. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine gute Idee, nämlich die schon vor einem Jahr vorgestellte Internetplattform „Umweltbildung im Kreis Unna“. Die ist seit Samstag online. „Über die Seite können die unterschiedlichsten Anbieter in Sachen Umwelt im Kreis ihre Workshops und Veranstaltungen präsentieren“, so Mitentwicklerin Lange. „Filterfunktionen ermöglichen eine gezielte Auswahl. Wir testen aber noch.“

3000 Apfelsorten in Deutschland

Einige der Anbieter geben auch Workshops in der Ökostation. Martin Hallermann aus Schwerte zum Beispiel. Der Produzent von ökologischen Pflanzenseifen lässt da den Kursteilnehmer eine eigene Seife kreieren. Am Samstag bot er seine eigenen Produkte feil. „Doch, man kann damit auch die Haare waschen“, ging er auf den Trend der Shampoo-Seife ein. 

Gabi Fiedler, ebenfalls aus der Stadt an der Ruhr, überraschte die Probierer mit originellen Brotaufstrichen wie einem aus Löwenzahnblütenblättern und Bio-Zitrone. Kinder kamen am Samstag voll auf ihre Kosten. Sie konnten sich in der Kunst der Hanfseilfertigung versuchen oder aber, wie Luca Neuhoff, unter der Anleitung von Klaus Känzler aus Birkenholz eine Flöte basteln oder sie versuchten sich im Kartoffeldruck, Motiv: der Apfel.

„Deutschlandweit gibt es über 3000 Apfelsorten, von denen nicht jede in jeder Region wächst“, erklärte der Pommologe, also der Apfelexperte, Andreas Beesten. Er und seine beiden Mitstreiter Stefan Bley und Martin Czygan versuchten herauszufinden, welche Sorte genau in den heimischen Gärten zu finden ist. Besucher des Apfelfestes die unbekannten Früchte vorlegen. „Wir brauchen dazu so vier bis fünf Exemplare. Der Apfel wird nach 30 Merkmalen untersucht“, so die Pommologen. 

Dass dieser Markt der Möglichkeiten Besucher aus der Region zieht, zeigte der Standstreifen am Westenhellweg. Die Parkreihe zog sich nämlich beinahe bis nach Rünthe. Die Besucher, die es nicht ganz so weit hatten, nutzten bei schönem Wetter das Rad.

25. Apfelfest in der Ökologiestation Bergkamen-Heil

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