Aktionskreis sieht Chance für Solaranlage auf dem Kraftwerksgelände

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In spätestens 18 Jahren muss das Kraftwerk in Heil schließen. Die Fläche kann dann anderweitig genutzt werden. 

Rünthe – Die jüngsten Bundestagsbeschlüsse zum Auslaufen der Kohleverstromung 2038 bedeuten auch das Aus des Steinkohlekraftwerkes in Heil spätestens in 18 Jahren. Das nahmen die Mitglieder des in Rünthe ansässigen Aktionskreises „Wohnen und Leben Bergkamen“ zum Anlass, sich Gedanken über die Zukunft dieses Standortes zu machen. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Errichtung einer großen solarthermischen Anlage zur Wärmegewinnung sinnvoll sein könnte.

In einer Bürgeranregung nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung NRW hat Vereinsvorsitzender Karlheinz Röcher deshalb bereits Bürgermeister Roland Schäfer angeschrieben und ihn gebeten, dass Thema auf die Tagesordnung der Fachausschüsse und des Rates zu setzen. Der Aktionskreis schlägt den Verantwortlichen im Rathaus vor, im Rahmen eines städtebaulichen Gutachtens prüfen zu lassen, ob eine große solarthermische Anlage zur Nachnutzung des Kraftwerksgeländes möglich und sinnvoll ist.

„Die Fläche in Heil müsste ausreichend groß sein, um ein derartiges Projekt dort verwirklichen zu können“, sagt Röcher. „Da mittelfristig die Wärmeversorgung wegen des Klimawandels nicht mehr mit fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl stattfinden soll, gilt es jetzt die Weichen für diese Entwicklung zu stellen“, hat der Aktionskreis dem Bürgermeister geschrieben. Deshalb gelte es auch frühzeitig zu überprüfen, welche Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden können.

An das Schreiben hat der Aktionskreis auch Artikel aus der Fachpresse angehängt, in der derartige solarthermische Anlagen in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) sowie in Senftenberg und Bernburg (Sachsen-Anhalt) vorgestellt werden. „Daran lässt sich ablesen, dass das Kraftwerksgelände in Heil allemal groß genug ist, um eine derartige Anlage zu verwirklichen. Die Flächen dort reichen sicherlich aus, um daneben auch noch Gewerbebetriebe anzusiedeln“, hofft Karlheinz Röcher, dass die Politiker die Anregung des Aktionskreises ernst nehmen

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