Arbeitslosigkeit sinkt leicht

2513 Bergkamener suchen eine Beschäftigung

Die Statistik der Agentur für Arbeit weist einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Unna aus.
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In Bergkamen geht die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Februar leicht zurück.

Trotz anhaltender Corona-Krise ging die Zahl der arbeitslos Gemeldeten im Kreis Unna im März leicht zurück, nämlich um 301 auf 16 847 Frauen und Männer. Im Vergleich zu März 2020 stieg die Arbeitslosigkeit allerdings deutlich um 2555 (+17,9 Prozent) Betroffene. Die Arbeitslosenquote sank jetzt wieder um 0,1 Punkte auf 7,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie jedoch 6,7 Prozent. Das geht aus der aktuellen Statistik der Agentur für Arbeit hervor. Demnach sind zurzeit 2513 Bergkamener auf der Suche nach einer Beschäftigung, 1435 Männer und 1078 Frauen. 

Den größten Anteil daran haben mit 1095 die Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind. Ende Februar waren 2542 Bergkamener bei der Arbeitsagentur als arbeitslos registriert, im März 2020 sogar nur 2083. In Bergkamen ist die Zahl der Arbeitslosen somit innerhalb eines Jahres um 430 gestiegen.

„Im März hat die Frühjahrsbelebung eingesetzt und dazu geführt, dass Arbeitslosigkeit abgebaut wurde“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung. „Dieser Trend zeigt sich zunächst zwar nur in der Arbeitslosenversicherung, dort dafür umso deutlicher. Insbesondere viele Lebensältere konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.“

Es deute sich an, dass die Wirtschaft im Kreis Unna zu einer neuen Stabilität gefunden habe: „Während den ersten Eindämmungsmaßnahmen im vergangenen Jahr noch mit Unsicherheit und Stellenrückzug begegnet wurde, haben viele Betriebe mit Umstrukturierungen und neuen Konzepten auf die Bedingungen reagiert mit der Folge, dass sie wieder Bedarf an neuen Beschäftigten erkennen“, so Helm. Die Lage bleibe aber weiterhin sensibel, die aktuellen Tendenzen gäben jedoch Grund zu vorsichtigem Optimismus.

Kurzarbeit

Seit März 2020 wurden im Kreis Unna insgesamt 4849 Anzeigen auf Kurzarbeit für 108 585 Mitarbeiter gestellt. Mittlerweile liegen außerdem die Zahlen zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit bis einschließlich September vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld im Kreis an 37 675 Beschäftigte aus 2324 Unternehmen und im Mai an 23 573 Mitarbeiter aus 1943 Firmen ausgezahlt, bevor sich die Zahl der betroffenen Betriebe ab Juni abschwächte. Den vorläufig niedrigsten Wert erzielte die Kurzarbeit im September mit 7747 Beschäftigten in mit 904 Betrieben.

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