Gassigänger können nichts entsorgen

Ärger um den Müll: Rünther vermissen Abfalleimer am Kanal

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Nur eine einzige Mülltüte hängt entlang des Weges am Kanal.

Bergkamen - Zu viel Müll für zu wenig Eimer: Das Rünther „Müllproblem“ entwickelt sich langsam aber sicher zu einer handfesten Debatte. Dem Wunsch nach mehr Behältnissen zur Entsorgung stehen organisatorische Schwierigkeiten gegenüber.

Beim Fußgänger-Check in der vergangenen Woche kam erneut die Forderung der Bürger nach mehr Entsorgungsoptionen in Rünthe auf. So gut wie jeder, der in Rünthe einen Vierbeiner hält, ist von der Müllproblematik betroffen. Schließlich stehen den Gassigängern nur wenige Abfallbehälter zur Verfügung, wenn sie die Kotbeutel entsorgen möchten. Ein Problem, für das die Bürger nur geringes Verständnis aufbringen.

„Wir sammeln die Geschäfte unserer Hunde ein, und müssen sie dann ewig mit uns herumtragen, teilweise bis nach Hause“, berichtet Heinz-Jürgen Gottschalk verärgert. Er ist mit seinem Hund Cooper regelmäßig nahe der Kreuzung von Rünther Straße und Werner Straße unterwegs. Dort befindet sich auch eine Fahrradtrasse, welche Klaus Kuhlmann bereits als Hauptproblemzone ausgemacht hat. „Dort beschweren sich die meisten Leute über zu wenige Mülltonnen“, erklärt der SPD-Ortsvorsteher. 

Stadt kommt mit den Leerungen nicht hinterher

Allerdings müsste diese Forderung richtig eingeordnet werden. „Wir können nicht einfach Mülltonnen dort aufstellen“, so Klaus Kuhlmann, „denn wir kommen ja jetzt schon nicht mit den Leerungen hinterher“, erklärt er. „Es wird vor allem dann problematisch, wenn die Leute auch noch ihren eigenen Hausmüll öffentlich entsorgen.“ 

Die prinzipiell gute Idee von mehr Abfallbehältnissen vor Ort stehe also im Zwiespalt zu ihrer Umsetzung. Daher richtet der Rünther Ortsvorsteher seinen Appell an die Bergkamener: „Im Endeffekt ist ja jeder für seinen Müll selbst verantwortlich. Und das liegt dann auch nicht mehr im Ermessen der Stadt“, bekräftigt der Kommunalpolitiker. 

Eine zu einfache Rechtfertigung, findet Markus Kuhn. Der Rünther geht oft mit seinem Hund Grisu am Dattel-Hamm-Kanal parallel zur Rünther Straße spazieren, also ganz in der Nähe der Fahrradtrasse. „Hier waren mal Mülleimer“, blickt er zurück. „Mittlerweile sind die aber alle weg, und es gibt nur noch Bänke“. Bänke, neben denen sich vor allem im Sommer kleine Müllhaufen bildeten.

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