Achtsam durch die Fastenzeit: Schülerin aus Bergkamen beteiligt sich an Fasten-Challenge

Die Fasten-Challenge des Dekanats Unna begann am Aschermittwoch mit einem gestreamten Gottesdienst.
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Die Fasten-Challenge des Dekanats Unna begann am Aschermittwoch mit einem gestreamten Gottesdienst.

Mehr Achtsamkeit für ein positiveres Lebensgefühl – das war der Plan von Lisa-Marie Kardatzki für die Fasten-Challenge des Dekanates Unna, an der sich die Bergkamenerin in diesem Jahr beteiligt hat. Kurz vor dem Ende der Fastenzeit weiß die 19-Jährige, dass der Plan aufgegangen ist. Und dass sie einen Weg gefunden hat, ein bisschen besser durch die schwierige Zeit der Pandemie zu kommen.

Bergkamen - Vor zwei Jahren habe Lisa-Marie Kardatzki schon einmal an der Fasten-Challenge teilnehmen wollen, habe dann aber aus privaten Gründen abbrechen müssen. „Also ist es quasi das erste Mal, dass ich mitmache“, erzählt die Abiturientin.

Während die Fastenzeit klassischerweise einen Verzicht bedeutet, entschied die junge Bergkamenerin sich für einen anderen Weg und baute ein „Mehr“ in ihren Tagesablauf ein, um achtsamer mit sich und anderen umzugehen.

„Ich nehme mir jeden Abend Zeit für einen Moment der Dankbarkeit“, erzählt sie. Es sind Momente der Ruhe, oft direkt vor dem Schlafengehen, in denen die Gymnasiastin bewusst über den Tag nachdenkt und dankbar auf die positiven Dinge zurückschaut. Zum Teil seien es ganz kleine Dinge, für die sie dankbar sei, oder Momente der Hilfe. „Wenn man genau den richtigen Menschen um Hilfe bittet“, sagt sie.

Hilfe auch in Pandemiezeiten

Genauso glücklich ist sie aber auch über die Momente, in denen sie anderen zur Seite steht. „Es ist ein gutes Gefühl, helfen zu können“, betont sie. „Man lernt so, dass es ein Privileg ist, Hilfe zu bekommen und helfen zu können.“

Die Fasten-Challenge, bei der sie auch Instagram-Posts ihrer Mitstreiter verfolgte, habe ihr wirklich etwas gebracht, sagt Kardatzki. Zum einen habe die Zeit sie in ihrem Glauben gefestigt, obwohl die Momente der Dankbarkeit und Achtsamkeit nicht „megaspirituell“ seien. Zum anderen spüre sie eine positive Veränderung in sich. „Ich ärgere mich schnell und bleibe in negativen Momenten hängen“, erzählt sie. Durch den Moment der Dankbarkeit und die vermehrte Achtsamkeit im Alltag, mit denen sie auch anderen gegenüber tritt, gelingt es ihr, sich schnell aus diesen Momenten zu befreien. „Ich lege den Fokus mehr auf das, was mich freut. Und das macht fröhlicher und selbstbewusster.“

Lisa-Marie Kardatzki, Abiturientin aus Bergkamen, schafft sich in der Fastenzeit Momente der Achtsamkeit

Darum möchte sie den Moment der Dankbarkeit auch nach der Fasten-Challenge beibehalten. „Da mache ich das sicher nicht mehr jeden Tag, aber das Ziel ist, ihn regelmäßig in meinen Alltag einzubauen.“

Denn auch die Pandemiezeit sei seitdem ein bisschen einfacher zu ertragen. „Ich merke schon, dass viele Menschen viel meckern über diese Zeit.“ Natürlich sei es eine besondere und eine schwierige Zeit, auch für sie. „Aber dadurch, dass ich mich bewusst auf die positiven Momente konzentriert habe, habe ich den Stress weniger gemerkt und mich besser gefühlt. Es hilft mir wirklich, besser durch diese Zeit zu kommen.“

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