Zwischen Rünthe und Werne

Alte Lippebrücke fast verschwunden: Bauarbeiter legen Pause ein

Die Überfahrung der alten Lippebrücke der B233 ist bereits verschwunden. Aktuell werden die Widerlager und Pfeiler beseitigt. Im Sommer 2021 sollen die Fahrbahnen der Behelfsbrücke (rechts) auf neu erstellte Widerlager geschoben werden, sodass der Verkehr zwischen Rünthe und Werne wieder den ursprünglichen Weg nehmen kann.
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Die Überfahrung der alten Lippebrücke der B233 ist bereits verschwunden. Aktuell werden die Widerlager und Pfeiler beseitigt. Im Sommer 2021 sollen die Fahrbahnen der Behelfsbrücke (rechts) auf neu erstellte Widerlager geschoben werden, sodass der Verkehr zwischen Rünthe und Werne wieder den ursprünglichen Weg nehmen kann.

Wohl keine andere Baumaßnahme in Bergkamen findet so viel Aufmerksamkeit wie der Neubau der Lippebrücke; schließlich ist die Werner Straße (B 233) zwischen Rünthe und Werne eine viel befahrene. Beobachter sollten sich jedoch nicht wundern, wenn’s „zwischen den Jahren“ nicht weitergeht auf der Baustelle.

Rünthe –  „Die Baufirma wird eine Pause einlegen“, berichtet Nadia Leihs, Sprecherin des Landesbetriebs Straßen.NRW in Bochum – um dann am Montag, 4. Januar 2021, wieder voll durchzustarten.

Die Fortschritte sind immens. Nachdem die Autos seit Anfang Dezember über die fertig erstellte Behelfsbrücke umgeleitet werden, haben sich die Arbeiter dem Abriss des alten Viadukts gewidmet. Dieser soll in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Zuerst wurden die Fahrbahnen abgetragen, später die Stahlträger auseinandergeschweißt und beseitigt, am Ende verschwinden bald auch die Widerlager sowie die beiden Brückenpfeiler, von denen eine mitten des Flusses steht.

Der Abriss einer Brücke ist nichts anderes als ihr Aufbau rückwärts.

Nadia Leihs, Landesbetrieb Straßen.NRW

Bei alledem achten die Bauarbeiter penibel darauf, dass kein Bauschutt ins Wasser fällt, um Flora und Fauna nicht zu gefährden. Und wie? „Indem sie unter anderem Auffangwannen nutzen“, erläutert Leihs. Während ein Bagger zum Beispiel Beton zerkleinert, hält ein anderer den Behälter darunter. Die Stahlträger wurden derweil beim Auseinanderschweißen mit Ketten gesichert.

„Der Abriss einer Brücke ist nichts anderes als ihr Aufbau rückwärts“, zitiert Leihs einen ihrer Kollegen vor Ort. Will heißen: Demontiert wird in der umgekehrten Reihenfolge der Errichtung, Schicht für Schicht, Bauteil für Bauteil. Den frei stehenden Pfeiler im Fluss erreicht der Bagger demnächst über eine Plattform, die noch errichtet wird. Er soll bis etwa einen Meter unter der Fluss-Sohle abgetragen werden.

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