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Abkassiert und nicht erschienen – die Quittung: Haftbefehl

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Von: Sylvia Mönnig

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Symbolbild
Ein 40-jähriger Bergkamener hätte sich vor dem Schöffengericht Unna verantworten müssen. © Symbolfoto: Peter Steffen/dpa

Miese Masche: Mit dem Verkauf von Küchen, die er gar nicht besaß, füllte ein 40-jähriger Bergkamener offenbar seine Kasse. Nun hätte er sich vor dem Schöffengericht Unna verantworten sollen, fehlte aber. Und das hatte Folgen.

Bergkamen/Unna – Das Geschäftsmodell des Bergkameners war laut Anklage denkbar einfach und lukrativ. Über Plattformen wie eBay und Facebook offerierte er, so der Vorwurf, vermeintliche Schnäppchen mit und ohne Elektrogeräte, kassierte die Anzahlungen der Käufer und stellte sich danach tot. Die Betroffenen erhielten weder ihre Küchen noch das Geld zurück und erstatteten irgendwann notgedrungen Strafanzeigen. In elf Fällen soll der 40-Jährige im Zeitraum zwischen Anfang November 2021 und Mitte März 2022 mit seinem Trick 1850 Euro ergaunert haben.

Gewerbsmäßiger Betrug sollte den Mann, der in der Vergangenheit bereits in Erscheinung trat und auch durch einschlägige Delikte auffiel, zur Last gelegt werden. Doch er dachte offenbar gar nicht daran, sich seinem Prozess zu stellen, versäumte den Termin unentschuldigt. Der Richter reagierte allerdings postwendend auf sein Fernbleiben. Das Verfahren wurde ausgesetzt und wird demnächst neu aufgerollt. Um sicherzustellen, dass der Angeklagte zu dem Termin erscheint, erließ der Richter einen Haftbefehl.

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