Chemische Reaktion in zwei 1000-Liter-Behältern

ABC-Alarm in Rünthe: Keine Gefahr einer Explosion mehr - alle Fotos

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[Update Dienstag] Bergkamen - Groß-Einsatz der Feuerwehr am späten Montagabend in Rünthe: Wegen einer chemischen Reaktion in zwei 1000-Liter-Tanks, die mit einem Harz-Abfallprodukt gefüllt auf dem Gelände eines Unternehmens in der Straße Zum Schacht III standen, wurde in Bergkamen ABC-Alarm ausgelöst.

Wie die Erkundung der Lage auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera ergeben hatte, war die Temperatur in den 1000-Liter-Tanks durch die besagte chemische Reaktion (exotherme Reaktion) auf 150 bis 180 Grad Celsius angestiegen.

Aufgrund dieser Tatsache bestand vorübergehend auch Explosionsgefahr. Die Tanks wurden mit Wasser heruntergekühlt und außerdem vorsorglich mit Löschschaum abgedeckt. 

Großeinsatz für die Feuerwehr Bergkamen nach chemischer Reaktion von Kunstharzen

Gegen 23.30 Uhr war dann klar, dass der kritische Punkt der chemischen Reaktion überschritten war: Die Temperatur ging signifikant zurück. Davon konnte sich die Einsatzleitung immer live überzeugen, weil das Bild der Wärmebildkamera direkt dorthin übertragen wurde. Der Einsatz wurde laut Leitstelle des Kreises Unna um 0.25 Uhr beendet.

Keine Gefahr mehr für die Bevölkerung

Die Einsatzleitung stand am Montagabend in engem Austausch mit dem Unternehmensinhaber, der selbst vor Ort war. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand mit dem Rückgang der Temperatur nicht mehr.

Die Einsatzleitung bekam Live-Bilder von der Wärmebildkamera übermittelt.

Einer der beiden Behälter war unter der Belastung seitlich aufgeplatzt. Durch den Temperaturanstieg nach der exothermen Reaktion, die womöglich durch die Wetterlage begünstigt worden sein könnte, kam es auch zu einer Geruchsbelästigung.

Mischung aus Schiffsdiesel und verbanntem Gummi

Vor Ort hieß es, der Geruch sei in etwa vergleichbar mit einer Mischung aus Schiffsdiesel und verbranntem Gummi. In den 1000-Liter-Tanks werden auf dem Betriebsgelände Harzreste als Abfallstoffe gesammelt.

Die Erstmeldung für die Feuerwehr um 21.19 Uhr lautete noch "unklare Rauchentwicklung". Um 21.41 Uhr wurde dann daraus ein ABC-Alarm 2 - Stadtalarm für Bergkamen. Dabei stellte die Einheit Oberaden im Gerätehaus in Rünthe den Grundschutz her.

90 Feuerwehrkräfte vor Ort - keine Verletzten

Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte vor Ort, dazu der Leitende Notarzt. Verletzte gab es nicht. Die Einsatzstelle wird an die Untere Wasserbehörde übergeben, die ersten Feuerwehrkräfte rücken ab.

Wir aktualisieren unsere Berichterstattung im Laufe des Dienstagmorgens.

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