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30-Jähriger wegen Körperverletzung zu Haft verurteilt

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BERGKAMEN/UNNA - Wegen Straftaten von der gefährlichen Körperverletzung, Wohnungseinbruch mit Diebstahl, schwerer Beleidigung bis zur Sachbeschädigung verurteilte das Amtsgericht Unna am Donnerstag einen 30-jährigen Bergkamener. Da er die Taten während einer laufenden Bewährungszeit verübte, verhängte das Schöffengericht gegen den Angeklagten eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten.

Zur Verhandlung wurde der Angeklagte, wegen einer Vorverurteilung, aus der JVA vorgeführt. Wie ein roter Faden ziehen sich durch seine Taten Beziehungsprobleme, Alkohol- wie auch Drogenprobleme. Hauptanklagepunkte waren unter anderem Körperverletzungen sowie schwere Körperverletzung gegen seine damalige und auch noch heutige Lebenspartnerin. Dazu zählten Schläge mit einem Elektrokabel, Schläge mit einem Duschkopf und Untertauchen des Kopfes der Klägerin unter Wasser, wie auch die Verwüstung ihrer damals gemeinsamen Wohnung durch den Angeklagten. Aber auch massive Drohungen über Facebook gehörten zum Straftaten Repertoire des Täters gegen seine angebliche Verlobte. Grund dafür waren der zum Zeitpunkt der Taten 2013 starke Alkohol und Drogenkonsum und ihre großen Beziehungsprobleme, auf die Täter wie Opfer verwiesen.

Mittlerweile sind die beiden wieder ein Paar. All zu offensichtlich waren die Versuche der Klägerin bei ihrer Aussage vor Gericht, die Straftaten des Täters seien reine Erfindung von ihr gewesen. Dagegen sprachen Fotos von Verletzungen die von der Polizei gemacht wurden, als sie 2013 Anzeige gegen ihren Lebenspartner erstattete. Erst der eindringliche Hinweis von Richter Udo Hüchtmann, mit dem Verweis darauf, dass sie kein Aussageverweigerungsrecht habe, sorgten für Einsicht bei der Klägerin wie beim Angeklagten, der daraufhin ein voll umfängliches Geständnis ablieferte. Darin bezog er auch Taten wie den Versuch einen Geldautomaten auszurauben, eine Körperverletzung gegen einen Bergkamener sowie einen Wohnungseinbruch mit Diebstahl zum Schaden eines weiteren Bergkameners ein, für die er sich am Donnerstag zu verantworten hatte.

Das Schöffengericht schloss sich bei der Findung der Gesamtstrafe der Forderung des Staatsanwalts an. Der Angeklagte wurde nach Ende der Verhandlungen wieder in die JVA überführt. - jk

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