Fall in Bergkamen

20-Jähriger fährt wiederholt schwarz: Angeklagter spricht von Versehen

Ein 20-jähriger Bergkamener wird innerhalb von wenigen Tagen gleich zweimal beim Schwarzfahren erwischt. Er sagt, es sei aus Versehen.

Innerhalb weniger Tage wurde ein junger Bergkamener gleich zwei Mal bei Schwarzfahrten erwischt. Nun musste sich der 20-Jährige wegen Erschleichens von Leistungen in zwei Fällen vor dem Amtsgericht Kamen verantworten. Er begründete die beiden Vorfälle schlicht und ergreifend mit Vergesslichkeit – mehr oder weniger erfolgreich. 

Am 11. und 16. April war der 20-Jährige mit Linienbussen in Bergkamen und Kamen unterwegs, geriet in Kontrollen und konnte in beiden Fällen keinen gültigen Fahrschein vorlegen. Den Schwarzfahrten folgten Strafanzeigen. 

Nun befasste sich der Kamener Jugendrichter mit den Taten und der Angeklagte beschrieb das Ganze als pures Versehen. „Ich hatte eine Fahrkarte, aber ich habe vergessen, sie abzustempeln“, beteuerte er. Der Richter verbarg seine Skepsis nicht und hakte nach: „Beide Male?“ Sein Gegenüber bestätigte das. Die Antwort aus Richtung Richter-Tisch kam prompt: Ein Fall sei ja noch verständlich. 

Junger Mann durch weitere Straftaten auffällig

Auch erinnerte der Jugendrichter den Bergkamener daran, dass der strafrechtlich ja bereits mehrfach in Erscheinung getreten sei – mit Diebstählen und Körperverletzungen. Diese Vergangenheit sorgte letztlich auch dafür, dass eine Verfahrenseinstellung trotz der mehr oder weniger geständigen Einlassung des 20-Jährigen nicht mehr in Betracht kam. 

„Das war nicht richtig und das wussten Sie auch“, brachte es der Richter auf den Punkt. Er verurteilte den 20-Jährigen letztlich nach Jugendrecht zur Zahlung von 150 Euro Geldauflage, die einem gemeinnützigen Verein zugutekommen solle. Auch warnte er ihn eindringlich davor, das Geld nicht zu bezahlen. In dem Fall drohe eine Woche Arrest. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig.

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Rubriklistenbild: © dpa

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