Sarrazin-Besuch in Ahlen sorgt für Polizei-Einsatz

Thilo Sarrazin

AHLEN - Thilo Sarrazin, Verfasser des umstrittenen Buches „Deutschland schafft sich ab“, stattete am Dienstag Hamms Nachbarstadt Ahlen einen Besuch ab und sorgte mit seinem Erscheinen für massive Polizei-Präsenz in der Ahlener Innenstadt und rund um die Stadthalle.

Wenige Meter vom Stadthallen-Eingang errichteten Sarrazin-Gegner eine „Mauer der Vorurteile“, richteten etliche Redner ihre Kurzbeiträge an 200 bis 300 Zuhörer. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die Demonstranten, einen kleinen Aufmarsch von Neonazis und die Besucher des Sarrazin-Vortrags voneinander fern zu halten. Das Konzept ging auf: Lediglich einmal kamen sich Rechte und Linke näher. Es blieb bei verbalen Attacken. Vor der Stadthalle bildete sich eine lange Schlange: Die hohen Sicherheitsvorkehrungen und -kontrollen sowie viele Menschen, die trotz Ausverkaufs auf ein Ticket hofften, verlangsamten den Einlass. Eine Demonstrantin schaffte es an die Sarrazin-Zuhörer heranzukommen: Ihr blieb gerade so viel Zeit, auf Rassisten zu schimpfen, die eine gesellschaftliche Konsensfindung vereitelten, da wurde sie auch schon des Platzes verwiesen.

Thilo Sarrazin war einer Einladung der Ahlener Mittelstandsvereinigung gefolgt. - sf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare