Oliver Glöden ist Erzieher im Kindergarten

Oliver Glöden – früher Profi-Fußballer bei Rot-Weiß Ahlen, jetzt bei der Hammer Spielvereinigung – arbeitet im Ahlener Kindergarten St. Josef als Erzieher. - Foto: Knöppker

HEESSEN/AHLEN -  „Olli, Olli, ich möchte auch auf Deinem Schoß sitzen“. Linus drängt Sila ab und kuschelt sich an den 35-Jährigen. Oliver Glöden ist Erzieher im Anerkennungsjahr, verstärkt seit zwei Monaten das Team des Katholischen St. Josef Kindergartens.

„Er ist bei den Kindern der absolute Star und sehr beliebt “, verrät Leiter Hubert Färber. „Mit einer Größe von 2,03 Metern überragt er alle.“ Die Ernte im Pflaumenbaum sei in diesem Jahr üppig ausgefallen, denn wenn er die Kinder hochhebt, würden Zweige erobert, die früher unerreichbar waren.

Für Oliver Glöden ist die Kita-Arbeit ein Zweitjob. Bekannt ist er durch seine Leidenschaft für den Fußball geworden. Früher hat er als Profi für Rot-Weiß Ahlen gespielt, heute für die Hammer Spielvereinigung. Doch der Vater zweier Mädchen weiß auch, dass die Karriere um den runden Ball endlich ist. „Es macht mir einfach Spaß mit Kindern“, hat er für sich herausgefunden und an der Elisabeth-Lüders-Schule in Hamm nach zwei Jahren seinen Abschluss für den Erzieherberuf gemacht. Wenn er das Berufspraktikum im Juli nächsten Jahres mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen hat, dann darf er sich staatlich geprüfter Erzieher nennen.

Als Mann hat er nicht viele männliche Kollegen. Hubert Färber bildet da die Ausnahme. Seit 35 Jahren leitet er den Katholischen Kindergarten St. Josef. „Ich würde mir mehr Männer in unserem Beruf wünschen“, sagt er, doch sie bildeten leider immer noch die Ausnahme. Oliver Glöden habe ein „Händchen“ für Kinder, sagen die Kollegen.

Der so Geehrte wehrt das Lob ab. Da komme ihm die Familien-Erfahrung mit der siebenjährigen Salea und der zweijährigen Elisa zugute, es mache ihm einfach sehr viel Spaß.

Und was mögen die Kinder so an Olli? „ Er ist ausgesprochen liebenswürdig und verbindlich, pflegt einen partnerschaftlich-demokratischen Umgang, kann gut vorlesen, aber auch trösten und konsequent sein“, gibt ihm Hubert Färber die besten Noten. Noch muss der 35-jährige Erzieher auch seinen ersten Beruf noch ausüben. Das heisst: von 8 bis 16 Uhr Arbeit im Kindergarten, dann zum Training nach Hamm bis 20 Uhr und am Wochenende Spiele. Aber der Samstag gehört dann (meistens) der Familie. -  ank

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare