Unentdeckte Metropolen?

Wohnen im Ruhrgebiet: Diese drei Städte sollten Sie nicht unterschätzen

Das Ruhrgebiet ist bekannt für seine Zechen und die Bergbauindustrie - aber wie lebenswert ist es dort?
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Das Ruhrgebiet ist bekannt für seine Zechen und die Bergbauindustrie - aber wie lebenswert ist es dort?

Das Ruhrgebiet ist mit fünf Millionen Einwohnern eines der größten Ballungsräume Deutschlands. Aber wie lebenswert und erschwinglich ist die Gegend? Drei Städte im Blick.

Wer in Nordrhein-Westfalen auf Wohnungssuche geht, hat meist die großen Städte Köln, Düsseldorf oder Bonn im Kopf. Doch wie sieht es mit dem Ruhrgebiet aus? Oft halten sich hier die Vorurteile, dass alles schmutzig und grau ist – Hintergrund dafür sind die Zechen und der Bergbau, der mit der Gegend verbunden wird. Allerdings ist der "Pott", wie das Gebiet auch liebevoll genannt wird, sogar richtig grün. Und wer sich abseits der großen Metropolen umsieht, wird ebenso schnell fündig.

Duisburg im Ruhrgebiet: Industrie und Natur in einem

Eine kleine Metropole ist Duisburg aber dann doch: Direkt an der Mündung der Ruhr in den Rhein gelegen, verbindet die halbe Million schwere Großstadt Industriekulisse mit zahlreichen Flusslandschaften, Seen und Parks. Die rostroten Backsteinbauten und Lastkräne prägen immer noch das Stadtbild, doch viele Werke wurden bereits stillgelegt. Dieses industrielle Erbe wurde seither von Investoren in viele Wohnungen im ganzen Raum Duisburg umgewandelt.

Wer in Duisburg auf Wohnungssuche geht, wird auf gängigen Immobilienportalen wie Immoscout24 oder Immowelt fündig. Aber auch Hausverwaltungen wie Grand City Property oder die Hausverwaltung Rhein-Ruhr informieren umfangreich über Wohnungsangebote im Ruhrgebiet. Was die Mietpreise in Duisburg angeht, so sind diese in den letzten Jahren um wenige Euro pro Quadratmeter gestiegen, doch im Vergleich zu Metropolen wie Köln oder Düsseldorf immer noch erschwinglich.

Gute Anbindung in Recklinghausen – und eine Innenstadt mit Charme

Recklinghausen ist ebenfalls eine Stadt des Ruhrgebiets, die von vielen unterschätzt wird. Mit rund 120.000 Einwohner ist hier viel los – was unter anderem der guten Infrastruktur zu verdanken ist. Neben einer guten Anbindung bringt aber auch die Stadt selbst viel Charme mit sich. Von einer historischen Altstadt bis hin zu zahlreichen Parks und der Nähe zum ländlich geprägten Münsterland vereint Recklinghausen Großstadtflair und Erholung miteinander.

Wohnungssuchende werden auch hier auf gängigen Immobilienportalen fündig. Die Mietpreise liegen in Hinblick auf ganz Nordrhein-Westfalen gut unter dem Durchschnitt und sind in den letzten Jahren nur geringfügig angestiegen. Dank der guten Anbindung dürfte also ein Wohnsitz in Recklinghausen trotz einem Arbeitsplatz in einer anderen Stadt des Ruhrgebiets durchaus attraktiv sein.

Entdecken Sie Bochum: Eine preiswerte Studentenstadt

Wie viele Städte des Ruhrgebiets vereint auch Bochum die Industriekultur rund um den Bergbau mit zahlreichen Parks und Grünflächen. Obendrein handelt es sich hierbei um eine Universitätsstadt, die im Vergleich zu deutschlandweiten Trendstädten wie München oder Köln ihre Studenten mit erschwinglichen Mietpreisen lockt.

Der Preis pro Quadratmeter beläuft sich hier 2019 im Schnitt auf 6,25 Euro und ist damit günstiger als Köln (10,80 Euro), Düsseldorf (10 Euro) oder Bonn (9,10 Euro). Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnmobilien 2019 des Immobilienverbands Deutschland, IVD West, hervor. Obendrein schwanken die Mieten zwischen den verschiedenen Stadtteilen nicht so stark, wie in vielen anderen Städten. Wen es ins Ruhrgebiet verschlägt, der sollte also definitiv einen Blick auf Bochum werfen.

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