Nützlich oder umweltschädlich?

WC-Steine: Halten sie wirklich die Toilette sauber?

WC-Steine sollen für einen frischen Duft sorgen.
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WC-Steine sollen für einen frischen Duft sorgen.

WC-Steine versprechen eine duftende Toilette, die ohne viel Zutun sauber bleibt. Aber sind die Beckensteine wirklich so wirkungsvoll wie sie versprechen?

  • WC-Steine sind in fast jedem Haushalt zu finden.
  • Sie sollen die Toilette säubern und einen angenehmen Duft verbreiten.
  • Sind die Beckensteine wirklich so nützlich, wie sie versprechen?

WC-Steine gehören mittlerweile fast zum festen Inventar eines jeden Badezimmers. Sobald es ein wenig unangenehm aus der Toilette riecht, kommen die Klosteine zum Einsatz, um wieder für reine Luft zu sorgen. Neben den frischen Düften versprechen die Steine auch noch, das WC sauber zu halten oder gar Kalkablagerungen vorzubeugen.

Welche Inhaltsstoffe befinden sich in WC-Steinen?

WC-Steine gibt es in allen Formen und Varianten: Als fester Stein in einer Plastikhalterung, als Gel oder als selbstklebender Toilettenstein. Meist werden sie am Rand der Kloschüssel angebracht, manchmal aber auch ohne Halterung in den Spülkasten* gelegt. Durch das Spülwasser wird immer ein kleiner Bestandteil des Steins herausgelöst und kommt ins Wasser, wodurch der Reinigungseffekt erzielt werden soll. Zu den Inhaltstoffen gehören in der Regel eine Trägersubstanz, Tenside, Wasserstoffperoxid sowie Duft- und Farbstoffe. Viele der Substanzen sind umweltschädlich, weil sie das Abwasser belasten.

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Haben WC-Steine eine reinigende Wirkung?

Zudem ist die Reinigungswirkung von WC-Steinen gering: "Die Chemie kann nur kurz auf Keime und Bakterien einwirken, bevor sie im Abfluss verschwinden. In der Kläranlage sorgen die Chemikalien dann für Probleme. Verzichten Sie deshalb auf den überflüssigen und umweltschädlichen Einsatz von Chemie", heißt es in einer Broschüre des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Viele Beckensteine bestehen demnach aus dem Inhaltsstoff Paradichlorbenzol, der von der Industrie eigentlich als teurer Sondermüll entsorgt werden müsste. Stattdessen hat man mit den WC-Steinen eine Alternative gefunden, die noch Geld einbringt.

Auch das Umweltbundesamt rät in einem Leitfaden von der Verwendung von WC-Steinen oder Spülkasteneinhängern ab, da es sich um umweltbelastende Reinigungsmittel handelt. Die Toilette lasse sich am besten mit einer Bürste und einem Essigreiniger putzen, der ein- bis zweimal in der Woche benutzt wird, heißt es vom BUND.

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Mit Wachspapier werden Sie unschöne Flecken und Fingerabdrücke auf Wasserhähnen los. Außerdem hinterlassen Sie eine kleine Schutzschicht vor mehr Flecken.
Was oft vergessen wird: Auch die Leisten brauchen hin und wieder ein wenig Aufmerksamkeit. Tatsächlich halten Trocknertücher den Staub für längere Zeit fern, wenn Sie die Oberflächen damit abwischen.
Putzen Sie jedes Möbelstück oder jede Oberfläche immer von oben nach unten, damit Sie nicht wieder von vorne anfangen müssen.
Mit Essig können Sie Ihre Waschmaschine entkalken: Dazu reicht eine Tasse Essigessenz, die Sie in die Trommel geben und die Maschine damit bei 90 Grad laufen lassen. Allerdings greift Essig auch die Gummiabdichtungen an - eine schonendere Methode wäre die Verwendung von Zitronensäure. Diesen Vorgang sollten Sie alle zwei Monate wiederholen.
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