Nachbarschaftsstreit eskaliert

"Total bizarr": Rentner terrorisiert Nachbarn - dabei greift er zu perfiden Mitteln

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Ein Rentner meint es mit der Nachtruhe nicht so genau. (Symbolbild)

Das Zusammenleben mit den Nachbarn ist nicht immer einfach. Insbesondere wenn es einer von ihnen darauf abgesehen hat, den anderen das Leben schwer zu machen.

Ein 65-jähriger Hausbesitzer in der englischen Grafschaft Chesire scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, seine Nachbarn in den Wahnsinn zu treiben. Der pensionierte Autoschlosser erzürnte die Anwohner in der Sackgasse regelmäßig mit einer Lärmkulisse, die bereits um vier Uhr morgens begann - entweder indem er sein Wohnmobil startete, seine Motorsäge anwarf oder den Laubbläser auspackte.

Nachbar terrorisiert Anwohner - mit Konsequenzen

Zudem brachte der Rentner über seinem Tor eine Überwachungskamera an, die auf die Grundstücke der Nachbarn gerichtet war, um diese illegal zu filmen. Irgendwann wurde es dem 53-jährigen Anwohner Timothy Royle zu bunt und er fing an ein Videotagebuch über die monatelange Schikane zur führen, welches er der Polizei übermittelte. Wie das Online-Portal Mirror berichtet, war die Überwachungskamera absichtlich auf sein Haus ausgerichtet, um seine Familie zu filmen, wann immer sie draußen war. Seine Kinder hätten sich deshalb gar nicht mehr in den Garten gewagt.

Obendrein würde der lärmende Nachbar darauf bestehen, seine Hecken zu den unchristlichsten Stunden mit einer Motorsäge zu schneiden und um 6.30 Uhr morgens schon den Rasenmäher zu benutzen. Der Rentner wurde zudem dabei gefilmt, wie er am Weihnachtsfeiertag um 8.15 Uhr in der Früh oder während des Fußball-WM-Finales 2018 mit dem Laubbläser unterwegs war.

Im April 2019 wurde der 63-Jährige schließlich wegen Belästigung verurteilt und bekam eine einjährige einstweilige Verfügung auferlegt. Zudem wurde ihm verboten, seine Kameras auf das Haus der Royles zu richten sowie lärmende Geräte zwischen neun Uhr abends und acht Uhr morgens zu benutzen. An seine Auflagen hielt er sich jedoch nicht - seine Kameras blieben immer noch auf das Nachbarshaus gerichtet, weshalb diese die Polizei riefen.

"Ich fürchte, die Richter hätten ihn wirklich zu einer Freiheitsstrafe verurteilen sollen, denn es scheint mir, als wäre es sein einziges Ziel, uns das Leben schwer zu machen. Es ist einfach etwas, auf das er fixiert ist und was er macht, ist total bizarr", meint Royle. Schon drei Familien, die in der Straße lebten, seien umgezogen, weil sie es mit ihrem Nachbarn nicht mehr aushielten - auch Royles Partnerin hat schon die Flucht ergriffen.

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Daher rührt der Nachbarschaftsstreit

Der Ursprung des Zwists zwischen den Nachbarn ist wohl in einer Mauer begründet, die die beiden Grundstücke trennt. Royle wollte etwas an der Mauer machen, was seinem Nachbarn überhaupt nicht schmeckte - zumindest fand er sich nicht ausreichend mit einbezogen.

Zu diesem Zeitpunkte lebte der 63-Jährige schon seit rund 20 Jahren in der Straße, während Royle erst vor zwei bis drei Jahren dort in sein Haus einzog. Die Fronten zwischen den beiden Parteien sind wohl immer noch verhärtet.

Video: Wann ist bei Lärm in der Wohnung Schluss?

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