Fette Pflanzen

Sukkulenten pflegen, gießen und überwintern

Echeveria
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Zu der Gattung der Sukkulenten gehören auch die Echeveria gibbiflora. Auch sie brauchen nur wenig Wasser und Pflege. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn
Echeverien
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Echeverien (hier: Echeveria pulvinata) sind in Form und Farbvielfalt kaum zu überbieten. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn
Fetthenne
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Die Fetthenne, auch als Sedum bekannt, kann im Freien überwintern, allerdings benötigen Pflanzen in Töpfen einen Winterschutz. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Hauswurz
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Als äußerst robust gilt Hauswurz (Sempervivum). Die mehrere Tausend Sorten umfassende Gattung ist hitzeresistent und winterhart. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Sukkulenten
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Sukkulenten benötigen durchlässige Erde, müssen eher trocken gehalten werden und dürfen auf keinen Fall im Wasser stehen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Sukkulenten
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Der Name der Sukkulenten leitet sich vom lateinischen Wort «suculentus» (saftig, saftreich) ab. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Sukkulenten sind genügsame Pflanzen für Garten, Balkon und Wohnung. Die pflegeleichten Gewächse sind manchmal sogar dankbar, wenn man das Gießen mal vergisst.

Ettenheim (dpa/tmn) - Lange Zeit führten Sukkulenten ein Schattendasein. Doch inzwischen haben sich die Zierpflanzen mit den dicken Trieben und fleischigen Blättern als trendiges Evergreen etabliert - nicht zuletzt durch ihre Inszenierung als stylisches Wohngrün in den sozialen Netzwerken.

Peter Großmann, Leiter der Fachgruppe Sempervivum/Jovibarba in der Gesellschaft der Staudenfreunde, ist dem Charme der Exoten schon lange erlegen: «Der Reiz von Sukkulenten besteht darin, das sie sehr genügsam sind. Man kann sie auch mal sich selbst überlassen: Weniger Pflege ist mehr.»

Sukkulente Pflanzen können viel Wasser in ihren Blättern, Trieben und/oder Stämmen speichern und so trockene Phasen gut überstehen. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort «suculentus» (saftig, saftreich) ab. Hierzulande werden sie auch als Fettpflanzen bezeichnet.

Zu den Sukkulenten zählen zahlreiche Gattungen unterschiedlicher Familien, unter anderem Agaven (Agavaceae), Dickblattgewächse (Crassulaceae) und Steinbrech (Saxifragaceae). «Auch Kakteen gehören zu den Sukkulenten, werden allerdings meist als extra Gruppe geführt», sagt Diplom-Gartenbauingenieurin und Buchautorin Angelika Throll.

Stehen Sukkulenten im Beet, brauchen sie keinen Winterschutz

Zu den wohl bekanntesten Sukkulenten für den Garten gehören die Fetthennen-Arten (Sedum). Die pflegeleichten Pflanzen können im Winter sogar draußen bleiben. «Allerdings sollten die Töpfe nicht durchfrieren, sondern brauchen Winterschutz. Wenn die Pflanzen im Beet stehen, wird kein Winterschutz benötigt», erklärt Throll.

Als äußerst robust gilt Hauswurz (Sempervivum). Die mehrere Tausend Sorten umfassende Gattung ist hitzeresistent und winterhart. «Sempervivum stellen kaum Platzansprüche, wachsen und vermehren sich gut», schwärmt Großmann, der nach eigener Aussage selbst mehr als 1500 Semperviva in seiner Sammlung hat. Was ihn vor allem an ihnen fasziniert, ist das wechselnde Farbspiel der Blätter im Lauf der Jahreszeiten.

Ob drinnen oder draußen: Damit Sukkulenten viele Jahre lang Freude bereiten, brauchen sie die richtige Erde. «Sukkulenten benötigen durchlässige Erde, müssen eher trocken gehalten werden und dürfen auf keinen Fall im Wasser stehen», sagt Throll.

Der ideale Standort für Sukkulenten ist in der Regel möglichst hell, aber nicht unbedingt heiß oder auf einer Fensterbank über einer mollig-warmen Heizung. «Im Schatten wachsen die Pflanzen zwar auch, vergeilen aber oft und sind anfällig für Schädlinge», erklärt Großmann.

Sukkulenten brauchen wenig Wasser und Dünger

Bei der Pflege können sich Sukkulenten unterscheiden. Throll empfiehlt daher, sich über die Eigenheiten der jeweiligen Arten oder Sorten genau zu informieren. Grundsätzlich sind Sukkulenten sehr pflegeleicht und kommen mit wenig Dünger und Wasser aus.

Ein Zuviel an Wasser kann den Fettpflanzen sogar schaden: «Sukkulenten vertrocknen nicht. In der Regel verfaulen sie, weil sie zu viel Wasser bekommen haben», sagt Großmann.

Um ein Totgießen zu vermeiden, empfiehlt Throll, genau hinzusehen. «Wenn eine Pflanze die Blätter hängen lässt, heißt das nicht automatisch, dass sie gegossen werden muss. Es kann sogar das Gegenteil heißen: Die Pflanze hat zu viel Wasser bekommen oder steht sogar im wassergefüllten Übertopf.» Als erste Hilfe gilt es nun, Wasser abzugießen und die Erde abtrocknen zu lassen. Ihr Tipp: Toilettenpapier unter den Topf legen, das Feuchtigkeit aus dem Substrat zieht und so das Trocknen unterstützt.

Literatur:

Angelika Throll: Zimmerpflanzen. Urban Jungle - Mein Paradies zu Hause, Kosmos Verlag, 2019. ISBN-13: 9783440165898

© dpa-infocom, dpa:201104-99-209872/4

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