Yes sports – natürlich bis ins hohe Alter

„No sports“. Das Rezept von Winston Churchill wird gerne zitiert, vor allem von denjenigen, die sich nicht aufraffen können oder wollen.

Doch Sport im Alter hat sowohl für die körperliche als auch für die geistige Leistungsfähigkeit äußerst positive Effekte. Das belegen zahlreiche Studien, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.

Gerade bei zunehmendem Alter ist es wichtig, körperlich aktiv zu bleiben, um den altersbedingten Einschränkungen und der daraus resultierenden Einschränkung der Lebensqualität Einhalt zu gebieten. Der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen ist immer jetzt. Allerdings sollte man vorher unbedingt zum Arzt gehen, um sich ordentlich durchchecken zu lassen. Sonst kann der Schuss schnell nach hinten los gehen, vor allem dann, wenn es unentdeckte Herz-/Kreislauferkrankungen gibt.

Auch wird empfohlen, nicht auf eigene Faust mit dem Training zu beginnen, sondern sich Trainern und geschulten Übungsleitern im Sportverein anzuvertrauen. Viele Vereine sind im Bereich „Sport und Gesundheit“ gut aufgestellt und bieten auch Kurse im Bereich Herz-Kreislauftraining oder Krafttraining an.

Hinzu kommen eine Vielzahl von Gesundheitsstudios ganz in der Nähe, von denen sich viele auf die „Best Ager“ eingestellt haben – die Menschen im besten Alter. Spezielles Kardio-Training, Muskelaufbautraining, Bewegung auf dem Rad oder dem Stepper bringen so manch’ eingerostetes Körperteil wieder in Schwung. Sportvereine und Gesundheitsstudios haben noch einen Vorteil: Man trainiert nicht alleine. Das Gemeinschaftsgefühl wird durch entsprechende Kurse noch bestärkt. Hinzu kommen Freizeitaktivitäten, die schon zu vielen Freundschaften geführt haben.

Amerikanische und kanadische Studien haben gezeigt, dass sportlich aktive Menschen ein reduziertes Demenzrisiko haben. Dabei galt die Regel: je mehr Sport, desto niedriger das Risiko. Hoffnungsvoll stimmt auch eine Studie französischer und amerikanischer Forscher, die Frauen untersuchten, die bereits an Herzkreislauferkrankungen litten oder Risikofaktoren dafür hatten. Auch hier blieb die geistige Leistungsfähigkeit umso länger erhalten, je intensiver sich die Teilnehmerinnen bewegten, wozu auch Spaziergänge zählten.

Also „No sports?“ Überhaupt ist es fraglich, ob dieses Zitat in einem Churchill-Interview überhaupt gefallen ist. Denn Churchill war in seiner Jugend selber ein passionierter Sportsmann und hatte zum Sport immer eine ganz besondere Nähe. Besser sollte es also „Yes sports“, heißen. Und dies bis ins hohe Alter.

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