Schön, aber gefährlich - Giftige Pflanzen im Garten

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Die Blüten der Engelstrompete sehen toll aus - nur ist die Pflanze giftig. Foto: Andrea Warnecke

Nicht immer darf man einem schönen Aussehen vertrauen: Manchmal verbirgt sich dahinter eine Gefahr. Bei einigen Gartenpflanzen ist das der Fall. Sie sind giftig.

Berlin (dpa/tmn) - Im Garten stehen manche Pflanzen, die schön aussehen - aber extrem giftig sind. Dazu gehören Blauer Eisenhut, Engelstrompete und Wunderbaum.

Laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) werden etwa zehn Prozent der Vergiftungen durch Pflanzen oder Pilze ausgelöst, wie auch in der Broschüre "Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen 2011-2013" dokumentiert wird.

Blauer Eisenhut: Alle Teile dieser Pflanze enthalten das giftige Aconitin. Für einen Erwachsenen sind schon zwei bis sechs Milligramm reines Aconitin tödlich. Das Problem: Die Knolle des Eisenhuts lässt sich mit Sellerie- oder Meerrettichwurzeln verwechseln. Die Blätter gleichen ungeschulten Augen außerdem denen von Petersilie. Schon beim Pflücken der Blüten können sich Symptome zeigen.

Engelstrompete:Sie ziert den Garten, weil sie so schöne hängende Trompetenblüten hat. Aber auch sie ist giftig. Verwirrtheit und Bewusstseinsverlust sind Symptome einer Vergiftung mit Engelstrompete.

Wunderbaum: Die tiefroten Blätter sehen toll aus. Aber Vorsicht vor den Früchten! Sie enthalten Ricinussamen, die hochgiftig sind. Bei Kindern können schon drei bis fünf gut zerkaute Samen eine tödliche Dosis sein. Hautkontakt mit den Samen kann außerdem eine Allergie auslösen.

Wer Angst hat, ob er oder die Kinder eine giftige Pflanze verzehrt haben, kann sich bei einer der acht deutschen Giftnotrufzentralen melden. Außerdem gibt es vom BfR eine kostenlose App - "Vergiftungsfälle bei Kindern" - in der Verbraucher Informationen finden. Im Notfall kann auch direkt aus der App das zuständige Giftinformationszentrum angerufen werden.

Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen

Pressemitteilung BfR

Liste der Giftnotrufzentralen

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