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Rauchmelder: Diese Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Modelle

Welche Rauchmeldervariante eignet sich für welche Situation?
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Welche Rauchmeldervariante eignet sich für welche Situation?

Einmal den Adventskranz nicht im Blick und schon passiert das Unglück. Jetzt kann ein Rauchmelder Leben retten. Worauf Sie bei den Geräten achten müssen, verraten wir Ihnen.

Die Adventszeit ist eine besinnliche und gemütliche Zeit. Jeden Sonntag wird eine weitere Kerze auf dem Adventskranz entzündet und in manchen Wohnungen und Häusern steht bereits der geschmückte Weihnachtsbaum – hier und da noch mit echten Kerzen. Doch dies kann gefährlich werden, vor allem je näher Heilig Abend rückt.

Denn ob Weihnachtsbaum oder Adventskranz, die Nadeln trocknen über die Zeit aus und die Brandgefahr steigt. Gerade in solchen Situationen können Rauchmelder Leben retten. Doch welches Modell eignet sich am besten? Kabelgebundene Rauchmelder oder doch lieber Funk-Rauchmelder? Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Modelle.

Vor- und Nachteile von kabelgebundenen Rauchmeldern

Bei Rauchmeldern gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten. Werfen wir zunächst einen Blick auf kabelgebundene Rauchmelder. Ein Pluspunkt dieser Variante ist, dass die Geräte einen Alarm an alle angeschlossenen Rauchmelder weitergeben können. Registriert beispielsweise ein Melder im Keller eine Rauchentwicklung, werden auch die Geräte in den oberen Stockwerken Alarm geben. Bewohner können also direkt darauf reagieren.

Darüber hinaus kommen kabelgebundene Rauchmelder meist ohne Batterie aus, da sie über die Kabelverbindung mit Strom versorgt werden. Viele Geräte besitzen zusätzliche Backup-Batterien, damit die Melder auch bei einem Stromausfall funktionsfähig bleiben.

Nachteilig bei kabelgebundenen Rauchmeldern ist allerdings, dass es etwas länger dauern kann, herauszufinden, welcher Melder den Alarm zuerst ausgelöst hat. Bei Funk-Rauchmeldern ist die Quelle meist schneller zu entdecken. Zudem ist der Einbau von kabelgebundenen Rauchmeldern sehr aufwendig, da für diese Geräte extra Leitungen gelegt werden müssen.

Aus diesem Grund eigenen sich kabelgebundene Rauchmelder eher für Neubauten oder große Umbauten. Die Geräte und deren Verkabelung können dann bei den Planungen berücksichtigt werden. Dabei muss aber auch beachtet werden, dass die verkabelten Rauchmelder kompatibel zueinander sind und wie viele Geräte miteinander verbunden werden können. Bei manchen Herstellern ist die Anzahl beispielsweise auf 40 Geräte beschränkt.

Vor- und Nachteile von Funk-Rauchmeldern

Für Bestandsbauten ist der Einsatz von Funk-Rauchmeldern sinnvoll. Dieser haben den Vorteil, dass Sie einfach montiert werden können und ohne Kabel auskommen. Aufwendige und teure Unterputzarbeiten entfallen also. Die Geräte können ebenfalls andere Funk-Rauchmelder in ihrem Netzwerk alarmieren und sind daher für große Mietshäuser gut geeignet. Zudem lässt sich der Alarmauslöser schneller aufspüren als bei kabelgebundenen Rauchmeldern.

Aber auch die Funk-Rauchmelder haben einen Nachteil, der jedoch mit regelmäßiger Wartung gemildert werden kann. Denn die Geräte laufen mit Batterien. Dadurch sind sie zwar bei Stromausfällen stets betriebsbereit, doch dafür muss die Batterie geladen sein. Deshalb sollte die Funktionsfähigkeit von Funk-Rauchmeldern stets geprüft und im Bedarfsfall die Batterie gewechselt werden.

Rauchmelderpflicht in Deutschland: Wo gilt sie?

In Deutschland müssen in allen 16 Bundesländern Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Zudem gilt die Rauchmelderpflicht in 14 Bundesländern, wie das Portal "Rauchmelder retten Leben" berichtet. Demnach gibt es nur in Berlin und Brandenburg bis zum 31. Dezember 2020 eine Übergangsfrist für Bestandsbauten. Ab dem 1. Januar 2021 sind somit in allen Bundesländern die Rauchmelder für Neu- und Bestandsbauten Pflicht.

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