Erste-Hilfe-Tipps

Notfall in der Wohnung: Wie Sie mit Paniksituationen umgehen

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Die Heizung ist ausgefallen und Sie haben keinen Ofen, an dem Sie sich die Füße wärmen können? Dann informieren Sie Ihren Vermieter.

Allein zuhause und der Strom fällt aus? Keine Panik. Hier erfahren Sie, wie Sie sich in typischen Notfallsituationen in der Wohnung verhalten.

Der Abfluss ist verstopft, die Heizung ist ausgefallen oder Sie haben sich ausgesperrt: Gerade wenn Sie alleine wohnen, fällt es oft schwer, in Notfällen die Fassung zu bewahren. Lesen Sie hier zehn typische Paniksituationen und wie Sie damit umgehen.

Notfall 1: Die Heizung funktioniert nicht

Streikt die Heizung in den Wintermonaten, droht die Wohnung innerhalb kürzester Zeit auszukühlen. In dem Fall ist schneller Rat teuer. Denn handelt es sich nicht gerade um eine Gasetagenheizung mit eigener Therme, in die Sie selbst Wasser nachfüllen können, sind Ihnen in dieser Situation die Hände gebunden. Informieren Sie deshalb am besten sofort Ihren Vermieter, wie das Portal Selbermachen rät. Beauftragen Sie nur dann einen Heizungsnotdienst, wenn Sie den Vermieter nicht erreichen oder dieser keine Zeit hat. Schließlich ist die Reparatur mit Kosten verbunden, auf denen Sie möglicherweise sitzen bleiben.

Diese Fehler sollten Sie beim Heizen auf keinen Fall machen

Ein ähnlicher Fall: Der Heizkörper gluckert vor sich hin und wird nicht richtig warm. Das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit an überschüssiger Luft in den Leitungen. Diese können Sie selbst ablassen. Um Ihre Heizung zu entlüften, einfach das Ventil des Heizkörpers mit einem Drei- oder Vierkantschlüssel aufdrehen und die Luft so lange entweichen lassen, bis Wasser austritt - dabei am besten einen Auffangbehälter drunter halten. Anschließend das Ventil zuschrauben - fertig.

Auch interessant: Wie kann ich meinen Heizkörper innen reinigen?

Notfall 2: Das Klo ist verstopft

Zu viel Klopapier benutzt oder Dinge im WC entsorgt, die dort nicht hineingehören? Ist das stille Örtchen erst einmal dicht, müssen Sie es irgendwie wieder frei bekommen. Bei hartnäckigen Verstopfungen bedarf es einer mechanischen Reinigung. Mit einer Rohrreinigungsspirale befreien Sie verstopfte Abflussrohre, ohne diese extra abschrauben zu müssen. Dabei handelt es sich um eine Art Sonde mit Handkurbel. Neben der Länge (im Durschnitt etwa vier bis fünf Meter lang) kommt es auch auf den Durchmesser der Spirale an. Die Faustregel besagt: Das Werkzeug sollte zehn bis 20 Millimeter kleiner sein als der Innendurchmesser des Rohrs. Führen Sie die Rohrreinigungsspirale in das Abflussrohr und drehen Sie mit der Kurbel immer in eine Richtung. So bekommen Sie Ihr Klo - im wahrsten Sinne des Wortes - im Handumdrehen frei.

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Ein ähnlicher Fall: Läuft der Abfluss in Waschbecken und Co. nicht ab, müssen Sie Druck ausüben - und Unterdruck. Hierfür eigenen sich Saugglocken beziehungsweise Pömpel. Aber auch chemische Reiniger helfen Ihnen dabei, Verstopfungen, zum Beispiel durch Haare, zu beseitigen.

Die Frage, die alle bewegt: Wie rum muss Klopapier hängen?

Notfall 3: Der Strom ist ausgefallen

Sind Ihre Elektrogeräte überlastet oder verursachen diese einen Kurzschluss, unterbricht der Sicherungskasten in der Wohnung kurzerhand den Strom. Er verhindert zwar, dass Schlimmeres passiert, zum Beispiel ein Brand - trotzdem ist es nun dunkel. Meistens reicht es, alle elektrischen Geräte auszuschalten und den entsprechenden Hebel im Kästchen umzulegen. Fliegt die Sicherung nach dem Anschalten der Geräte sofort wieder heraus - sicherheitshalber Elektriker rufen.

Ein ähnlicher Fall: Ist nur die Glühbirne einer Lampe durchgebrannt, können Sie diese ganz einfach austauschen. Wichtig: Unterbrechen Sie zunächst den Stromkreislauf, indem Sie den Stecker der Lampe herausziehen. Bei Wand- oder Deckenlampen den Schalter im Sicherungskasten umlegen. Nur so verläuft der Birnenwechsel ganz ohne Gefahr.

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Notfall 4: Der Rauchmelder piept

Rauchmelder - sie sind mittlerweile Pflicht, hängen an der Decke und kommen, zum Glück, eher selten zum Einsatz. Aus diesem Grund kümmert sich auch kaum jemand um die Batterien, die den elektronischen Lebensretter mit Saft versorgen. Macht dieser dann eines Tages schlapp, meldet sich das Gerät lautstark piepsend zur Wort. Das heißt für Sie: Rauf auf die Leiter oder den Hocker und Rauchmelder abbauen. Je nach Modell ist er entweder an die Decke angebohrt oder hängt an einer Montageplatte. Die meisten Rauchmelder lassen sich über Drehen oder Wegschieben von der Befestigung abnehmen. Dann fix die Batterien auswechseln und wieder zurück an Ort und Stelle damit.

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Notfall 5: Sie haben sich ausgesperrt

Mit der EC-Karte oder einer Haarnadel im Schloss herumfummeln - vergessen Sie's. Das funktioniert nur in Filmen. Sie haben auch keinen Ersatzschlüssel bei Nachbarn, Freunden oder der Familie deponiert und nicht zufällig ein Fenster offen stehen lassen, durch das Sie nun klettern könnten? Ihr Vermieter wohnt obendrein auch nicht im selben Haus? Dann kommen Sie wohl nicht drum rum, den Schlüsseldienst zu rufen.

Tipp: Kontaktieren Sie ortsansässige Firmen, das spart Fahrkosten. Vereinbaren Sie bereits am Telefon einen Festpreis und prüfen Sie die Rechnung vor Ort ganz genau, bevor Sie sie unterschreiben. So vermeiden Sie böse Abzock-Überraschungen.

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sm

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