1. wa.de
  2. Leben
  3. Wohnen

Hund chippen: Was Hundebesitzer wissen müssen

Erstellt:

Von: Philipp Mosthaf

Kommentare

Ein Tierärzt verwendet ein Lesegerät, um den Hundechip auszulesen.
Mit einem speziellen Lesegerät wird die Identifikationsnummer eines Hundes erkannt. So können die Vierbeiner eindeutig ihrem Herrchen zugeordnet werden. © Vyacheslav Prokofyev/Imago

Ist der Chip für den Hund Pflicht? Welche Kosten kommen auf Hundebesitzer zu? In welchem Alter müssen Hunde gechippt werden? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

In Deutschland werden immer mehr Hunde als Haustier gehalten. Knapp elf Millionen Hunde leben mittlerweile in deutschen Haushalten – Tendenz steigend, wie aus einem Bericht des Industrieverbands für Heimtierbedarf (IVH) hervorgeht. Doch für viele Hundebesitzer stellen sich wichtige Fragen nach dem Zusammenleben mit dem neuesten Familienmitglied: Ist der Hundeführerschein Pflicht* oder wie bringe ich dem Welpen Kommandos bei, sind nur zwei von unzähligen Fragen. Nach dem Kauf eines Hundes stellt sich jedoch auch die Frage, ob man diesen chippen muss. In diesem Artikel erfahren Sie alle Informationen und Tipps rund um das Chippen des Hundes.

Hundechip: Pflicht oder freiwillig?

Bei Auslandsreisen innerhalb der EU gilt Chip-Pflicht! In Deutschland dagegen ist es sehr uneinheitlich geregelt und von Bundesland zu Bundesland verschieden. In einigen Ländern sind nur gefährliche Hunderassen registrierungspflichtig, andere Bundesländer machen die Chip-Pflicht von Größe und Gewicht abhängig.

Lesen Sie auch: Hund an der Leine bellt andere an: Das können Sie dagegen tun.

Wie funktioniert der Hundechip?

Der Hundechip wird in die linke Nackenhälfte von einem Tierarzt eingepflanzt. Dies verursacht nur kurz und leichte Schmerzen, wie bei einer Impfung. Danach ist der Hundechip permanent im Hundekörper und verwächst mit dem Gewebe. Auf dem kleinen Transponder (12 x 2 mm) wird eine 15-stellige Identifikationsnummer gespeichert. So kann der Hund eindeutig seinem Besitzer zugeordnet werden. Mit einem speziellen Lesegerät kann die Nummer ausgelesen werden. Auf dem Hundechip werden individuelle Daten gespeichert, wie eine Art digitaler Personalausweis. Der Chip ist mit einem GPS-Gerät nicht zu vergleichen, da der Hund nicht geortet werden kann. Grundsätzlich empfiehlt sich, den Welpen zeitnah zu chippen.

Was kostet der Hundechip?

Für das Implantieren des Hundechips werden zwischen 40 und 60 Euro fällig. Dieser Betrag setzt sich aus den Materialkosten und den Tierarztkosten zusammen. Die Kosten sind einmalig, da der Hundechip ein Leben lang hält. Generell ist das Einsetzen des Hundechips in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geregelt und sollte deshalb immer gleich kosten. Doch auch hier gibt es Unterschiede, die sich nach Aufwand und Komplexität der Behandlung oder nach Lage der Tierarztpraxis richten.

Hundechip eingesetzt: Wo kann ich den Hund registrieren?

Nachdem der Hundechip eingesetzt wurde, müssen Sie Ihren Vierbeiner registrieren, sodass er immer Ihnen zugeordnet werden kann. In Deutschland gibt es dafür drei Stellen:

Viele Tierheime und Tierärzte sowie Züchter registrieren die Hunde selbst, sodass Sie sich als Halter um nichts kümmern müssen. Fragen Sie jedoch nach, denn manchmal muss die Registrierung auch selbst vorgenommen werden. Nach der Registrierung bei einer der drei genannten Stellen erhalten Sie per Post die gespeicherten Daten und in der Regel auch einen Anhänger für das Hundehalsband. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren: Wie entsorge ich Hundekotbeutel richtig?

Auch interessant

Kommentare