Encasings und Co.

Hausstaubmilben: So sagen Sie den Spinnentieren den Kampf an

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Unangenehme Bettgefährten: Hausstaubmilben sind der zweithäufigste Auslöser für Allergien.

Sie leben überall in der Wohnung und sind der zweithäufigste Auslöser für Allergien: Hausstaubmilben. Wie Sie die Spinnentiere stoppen, lesen Sie hier.

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Allergien. Eine der häufigsten ist die Hausstaubmilbenallergie. Steht der Frühjahresputz an, geht es zwar einem Großteil des Wohnungsschmutzes an den Kragen - die kleinen Spinnentiere aber bleiben.

Unangenehme Mitbewohner und Bettgefährten: Hausstaubmilben

Vorneweg: Milbenbefall hat nichts mit fehlender Hygiene zu tun. Hausstaubmilben sind überall dort, wo es dunkel, warm und feucht ist. Perfekte Lebensbedingungen bieten:

  • Vorhänge
  • Teppiche 
  • Kuscheltiere
  • Matratzen
  • Bettbezüge
  • Kissen

Vor allem im Bett machen sie es sich bequem. Denn dort verlieren Sie des Nachts viele Hautschuppen, von denen sich die ungebetenen Gäste ernähren. An sich sind Hausstaubmilben völlig harmlos. Doch ihr Kot enthält Allergene, auf die viele von uns mit Schnupfen, Juckreiz und im schlimmsten Fall auch Asthma reagieren.

Lesen Sie auch: Wie oft muss ich bei Hausstauballergie putzen?

Tipps, wie Sie Hausstaubmilben vorbeugen

Auch wenn sich Milben nicht vollständig entfernen lassen, so können Sie ihnen mit ein paar Handgriffen zumindest das Leben erschweren.

1. Bettzeug aufschütteln und heiß waschen: Im Sommer können sich mehr als zehn Millionen Milben in Ihrem Bett tummeln. Schütteln Sie die Bettwäsche täglich auf, wird es für das Krabbelgetier ziemlich ungemütlich. Wechseln Sie Ihr Bettzeug außerdem alle zwei bis drei Wochen und waschen Sie die Bezüge bei mindestens 60 Grad - besser noch bei 95 Grad. Hin und wieder auch Kissen und Decken einen Waschgang in der Maschine gönnen. Zudem empfiehlt es sich, die Matratze jedes viertel Jahr zu wenden.

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2. Regelmäßig saugen und wischen: Wer häufig staubsaugt und die Wohnung herauswischt, verhindert, dass die Allergene in die Luft gelangen. Tipp: Tragen Sie beim Putzen eine Atemmaske oder einen Mundschutz, um keine allergische Reaktion auszulösen.

3. Mehrmals täglich lüften: Wenn Milben etwas nicht mögen, dann ist es frische und trockene Luft. Deshalb mehrmals am Tag lüften und die Luftfeuchtigkeit sowie die Raumtemperatur im Schlafzimmer möglichst niedrig halten - 18 Grad sind ideal.

Übrigens: Regelmäßiges Lüften beugt auch Schimmel vor. Neben dem Bad ist das Schlafzimmer der anfälligste Raum für einen Pilzbefall.

Wenn es bereits zu spät ist: Hausstaubmilbenallergie

Von geröteten, juckenden Augen über eine verstopfte Nase bis hin zu Neurodermitis und Atembeschwerden: Ein Test beim Allergologen hat ergeben, dass Sie unter einer Hausstaubmilbenallergie leiden. Antihistaminika und Glucocorticoid-Medikamente können bei allergischen Reaktionen Abhilfe schaffen. Um Ihre Beschwerden dauerhaft zu lindern beziehungsweise loszuwerden, gibt es außerdem diese zwei Lösungen: 

  • Allergiker-Bettwäsche: Eine der wichtigsten Maßnahmen für Allergiker ist es, das Bett milbenfrei zu bekommen. Sogenannte Encasings sind Kunststoff-Überzüge, die den Kontakt des Milbenkots mit der erkrankten Person verhindern sollen. Sie werden direkt über Matratze, Kissen und Decke gezogen. Die normalen Bettbezüge ziehen Sie einfach darüber. Auch wenn es hierzu keine einheitliche Regelung gibt, übernehmen viele Krankenkassen die Kosten für die spezielle Bettwäsche - oder gewähren zumindest einen Zuschuss.

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  • Hyposensibilisierung: Möchten Sie die Allergie behandeln lassen, um etwa einer Asthmaerkrankung vorzubeugen, kommt im Grunde nur eine Hyposensibilisierung infrage. Bei dieser spezifischen Immuntherapie spritzt Ihnen der Arzt das Allergen in regelmäßigen Abständen unter die Haut. Der Körper soll sich so an die beschwerdeauslösenden Stoffe gewöhnen und diese tolerieren. Für gewöhnlich dauert die Therapie drei bis fünf Jahre.

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