Gesprächskreis „Pflegende Angehörige“ legt Halbjahresprogramm vor

Mit einem wieder breitgefächerten und interessanten Programm startet der Gesprächskreis Pflegende Angehörige seine Veranstaltungsreihe im neuen Jahr, dem 18. seit dem Bestehen des Gesprächskreises.

Das Thema „Pflege daheim“ ist neuerlich auf höchster politischer Ebene im Gespräch. Man hat inzwischen sehr wohl verstanden, dass pflegenende Angehörige in diesem Landes Großartiges leisten und dass sie ohne Zweifel wichtig und unverzichtbare Träger in der Pflegelandschaft sind. „Die Pflege und Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen – oftmals rund um die Uhr – verlangt den Pflegenden in der Familie psychisch und physisch viel ab“, sagen Hannelore und Friedrich Volkenborn vom Leitungsteam des Gesprächskreises. „Umso wichtiger ist es, den Pflegenden eine echte und wirksame Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die pflegenden Angehörigen müssen wissen, dass ihnen in unserem Gesprächskreis nach besten Kräften regelmäßig und zuverlässig geholfen wird“, so die Eheleute Volkenborn. „Sicherlich ist es auch eine der vielen Möglichkeiten, die Pflege daheim als generationsübergreifende Aufgabe in der Familie zu gestalten.“

Angeboten werden vom Gesprächskreis folgende Vortragsveranstaltungen mit Diskussions- und Gesprächsrunden sowie Beratungen: Die Reihe „Pflege“ beginnt am Montag, 16. Januar, um 19 Uhr, mit dem Thema „Pflege und familiäres Zusammenleben – ein generationsübergreifendes Miteinander, Teil 1“. Referent Hartmut Voglau, Dipl.-Psychologe einer Reha-Klinik in Bad Sassendorf, wird Wege aufzeigen, über eine gewisse Abgrenzung eine Delegierung von Aufgaben in der Familie und eine soziale Vernetzung im Umfeld der Pflegefamilie zu guten Lösungen zu kommen. Aus aktuellem Anlass werden zudem die Apotheker Annette Dietrich und Jürgen Mika über die jüngsten Entwicklungen im Apotheke-Notdienst informieren.

Am Montag, 13. Februar, 19 Uhr, heißt es „Pflege und familiäres Zusammenleben, ein generationsübergreifendes Miteinander, Teil 2“. Referent Pastor Christian Casdorff, Kurseelsorger in Bad Sassendorf, wird erklären, welchen Stellenwert die Pflege in der Familie hat und wird auf die „wunderbaren Werte sowie die gnädigen Grenzen des viertes Gebotes“ eingehen.

Am Montag, 12. März, um 19 Uhr geht es weiter mit dem Thema „Organspende – ein besonderes Geschenk fürs Leben“. Erst kürzlich noch stand die Organspende im Mittelpunkt politischer Entscheidungen, was nicht selten in vielen Familien zu Unsicherheiten und vielen Fragen geführt hat. Referent Dr. U. Hoffmann, Internist und Nephrologe im Nierenzentrum Hamm, wird die Organspende vorstellen und deren Wert erläutern. Organspende-Ausweise liegen an diesem Abend aus.

„Sicherheit im Alter – selbstständig bleiben, so lange wie möglich, auch mit Demenz“, heißt es dann am Montag, 16. April, um 19 Uhr. Der Wunsch, in der eigenen Wohnung und Umgebung alt zu werden, ist verständlich und gerade auch für demenziell erkrankte Menschen sehr wichtig. Referentin Susanne Tyll, Diplom-Pädagogin aus Krefeld, wird über Voraussetzungen älterer, pflegedebürftiger Menschen über den Verbleib im gewohnten Umfeld berichten und barrierefreies Wohnen erläutern.

„Cholesterin – ein Risikofaktor für unsere Gesundheit“ ist das Thema am Montag, 14. Mai, um 19 Uhr. Cholesterinwerte geben immer wieder zu unterschiedlichsten Diskussionen Anlass, weil man zu den Auswirkungen der vorgelegten Werte recht verschiedene Meinungen hört. Referentin Anneliese Seepe, Diät-Assistentin und Diabetes-Beraterin aus Kamen, wird auf die Diskussion eingehen, aber vor allem Risiken und Ursachen falscher Ernährung anhand zahlreicher Beispiele erläutern.

Am Montag, 11. Juni, um 19 Uhr, geht es schließlich um „Die frühe Phase der Demenz – wenn das Vergessen zur Krankheit wird“. Etwas zu vergessen ist keine Seltenheit, handfeste Beispiele für eine beginnende Demenz, gibt es reichlich, wenn auch in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen. Referentin Eva-Maria Anslinger, Dipl. Pädagogin, Krankenschwester und Fachtherapeutin für kognitives Lern- und Gedächtnistraining aus Drensteinfurt, wird darstellen, wie man die Reaktion eines Demenzkranken verstehen lernen muss. Dazu gehört ein hohes Maß an Beobachtung und Beurteilungsvermögen.

In der Veranstaltungsreihe „Ehrenamtliche Betreuer“ mit der Betreuungsstelle der Stadt Hamm, wird am Montag, 19. März, um 19 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Betreuung – Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ angeboten. Der Referent wird zeigen, worauf es bei den drei Urkunden ankommt und welche Anforderungen an Betreuer und Vollmachtinhaber gestellt werden.

Die Veranstaltungen des Gesprächskreises finden im Haus der Begegnung, Friedrich-Ebert-Straße 23 bis 25, in Bockum-Hövel statt. Die Programme liegen in Arztpraxen und Apotheken aus. Jeder ist willkommen, Eintritt wird nicht erhoben. ▪ WA

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