Die Gefahr lauert im Grünen

Zeckenbefall bei Katzen: Was dagegen hilft und wie Sie den Parasiten entfernen

Rote Katze mit großer Zecke am Hals.
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Zecken sind Krankheitsüberträger – auch bei Katzen. Wie Sie das Spinnentier vorbeugen und entfernen können, lesen Sie hier.

Die Gefahr für kleine Vierbeiner lauert im Gras. Vor allem Freigängerkatzen sind für Zecken eine leichte Beute. Wie müssen sich Besitzer verhalten, wenn es zu einem Befall kam?

Gerade im Sommer ist der Rasen* im Garten für Katzen eine gefährliche Zone. Denn hier lauern Zecken, die nur darauf warten, einen Wirt zu finden. Über die Säge- und Saugorgane beißt sich das Spinnentier zunächst unbemerkt fest. Und ist im Zuge dessen als Überträger verschiedener Krankheiten aktiv. Dazu gehört neben Borreliose auch eine Anaplasmose (das ist der Befall der Blutzellen). Wie aber können Tierbesitzer einen Befall vorbeugen bzw. die Zecke bei einem Befall entfernen? Wir haben Tipps für Sie.

Katze von Zecke befallen: Was hilft dagegen?

Um einen Befall vorzubeugen haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Nutzen Sie ein sogenanntes Spot-On-Mittel für Katzen. Dieses wird idealerweise an Stellen aufgetragen, an denen die Katze das Mittel nicht vom Tierhaar ablecken kann – zum Beispiel im Nacken oder auf dem Schulterblatt des Tieres. Dieses Mittel beugt immerhin für etwa vier Wochen einen Befall vor. Beachten Sie bitte, dass das Spot-On-Mittel speziell für Katzen ist. Die Zusammensetzung eines Mittels für Hunde ist eine andere und kann daher schädlich für die kleinen Vierbeiner sein.
  • Alternativ kann ein Chip für das Katzenhalsband angebracht werden. Bei diesem Produkt ist allerdings zu prüfen, ob es für die Freigängerkatze nicht eher ein Nachteil ist. Diese Katzen sind viel unterwegs und könnten den Chip leichter verlieren.
  • Auch ätherische Öle erweisen sich als vorbeugendes Mittel gegen Zecken. Schließlich wird dadurch der Geruchssinn der Milben verwirrt. Bei Katzen sollten die Öle aber nur bedingt eingesetzt werden.

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Video: Zecken bei Hunden – Was Sie dagegen tun können

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Zeckenbefall bei Katzen: So entfernen Sie den Parasiten

Auch wenn es bei Katzen seltener ist als bei Hunden: Ein Zeckenbefall ist durchaus möglich. Dann heißt es allerdings Ruhe bewahren. Bitte sehen Sie unbedingt davon ab, die Zecke mit den Fingernägeln herauszuziehen. Um wirklich die komplette Zecke, samt Mundwerkzeuge zu entfernen, sollte entweder eine Zeckenzange oder eine Pinzette benutzt werden. Andernfalls wird die Zecke zerquetscht und es gelangen Bakterien in den Katzenkörper. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Schieben Sie das Katzenfell mit den Fingern beiseite, um bessere Sicht auf die Zecke zu erhalten.
  • Zeckenzange oder Pinzette idealerweise so dicht wie möglich am Körper der Katze ansetzen.
  • Nun ziehen Sie die Zecke in einer geraden beziehungsweise leicht drehenden Bewegung heraus – am besten senkrecht zum Körper der Katze.
  • Wichtig ist, dass die Zecke vollständig entfernt wird. Das heißt, dass der Kopf nicht mehr im Katzenkörper feststecken sollte.
  • Sollte dies dennoch passiert sein, gibt es auch dafür eine Lösung. Nehmen Sie sich einen kantigen Gegenstand zu Hilfe. Beispielsweise eine Plastikkarte, mit der Sie den Zeckenkopf herauschieben können. Gelingt auch das nicht korrekt, sollte die Stelle gut desinfiziert und beobachtet werden. Zur letzten Not hilft der Tierarzt bei der Behandlung der Wunde.

(swa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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