Schreien und Kreischen

Was muss man beachten, bevor man sich einen Papagei zulegt?

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Wer sich einen mitteilungsbedürftigen Amazonenpapagei zulegen möchte, sollte auch die Nachbarn fragen, ob sie damit einverstanden sind. Foto: Andrea Warnecke

Die Haltung von Papageien erfordert eine sorgsame Planung - besonders wenn mehrere Tiere angeschafft werden sollen. Generell ist zu prüfen, ob das Wohnumfeld überhaupt geeignet ist.

Bretten (dpa/tmn) - Um sich nicht in der ganzen Gegend unbeliebt zu machen, sollte man vor der Anschaffung eines oder mehrerer Papageien in der Nachbarschaft das Einverständnis einholen. Das rät das Magazin "Wellensittich & Papageien" (Ausgabe 3/2019).

Denn es gäbe genügend Gerichtsurteile, nach denen Papageienbesitzer sehr hohe Auflagen bei der Haltung erfüllen müssen. Die Zeitschrift empfiehlt die Anschaffung eines Schalldämmlüfters. Solch ein Gerät sorge für Frischluft, verhindere aber, dass der Schall vom Schreien und Kreischen der Tiere nach außen dringt.

Weil in der ursprünglichen Umgebung von Papageien ganz andere klimatische Verhältnisse herrschen, sollten künftige Vogelbesitzer ein hier gezüchtetes Tier einem Importvogel vorziehen. Der kann sich besser an den Halter und hiesige Witterungsverhältnisse gewöhnen.

Zu bedenken sei, dass es sich bei Papageien um Schwarmvögel und gesellige Tiere handelt. Es ist artgerechter, nicht nur ein Tier derselben Art zu halten. Neben finanziellen und platztechnischen Überlegungen sollte die Urlaubsfrage nicht vergessen werden. Wo lasse ich die Vögel während der Abwesenheit oder wer betreut sie?

Da ein Papagei Freiflug in der Wohnung benötigt, dürfen künftige Halter nicht pingelig sein. Aber man könne den Vögeln ausreichend frische Äste in Käfig oder Zimmervoliere legen - das halte sie vom Beknabbern der Möbel ab. Bevor der Papagei in das neue Heim einzieht, muss einem klar sein, dass das Tier eventuell überhaupt keine sprachliche Begabung hat.

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