Stress vermeiden

So klappt der Umzug mit Katzen

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Katzen sind neugierig und lieben Höhlen. Deshalb sollten Katzenbesitzer während des Umzugs darauf achten, dass ihr Stubentiger nicht in einer Umzugskiste landet. Foto: Christin Klose

Katzen fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung am wohlsten. Muss der Besitzer umziehen, sollte er den Stress für sein Tier so gering wie möglich halten und ihm im neuen Domizil viel Zeit zum Ankommen geben.

Karben (dpa/tmn) - Meine Wohnung, meine Menschen, mein Revier: Katzen sind Gewohnheitstiere - und am wohlsten fühlen sie sich in vertrauter Umgebung. Muss der Besitzer umziehen, bedeutet das für die Vierbeiner häufig Stress.  "Sie nehmen die Katze aus ihrem Lebensraum und stecken sie in einen neuen", erklärt Tanja Reinschmidt, Tierpsychologin aus Karben (Hessen). Dann gilt es, Stress so gut es geht zu vermeiden. 

Das fängt schon an, wenn in der alten Wohnung Kisten gepackt werden. "Katzen sind neugierig, und Katzen lieben Höhlen", sagt Jutta Aurahs, Fachautorin und Mitglied im Bund der Katzenfreunde in München. Deswegen sollten Besitzer darauf achten, dass der Liebling nicht aus Versehen in einer Kiste im Umzugswagen landet.

Fremde Menschen und Türenschlagen strengen an

Generell ist es für die sensiblen Tiere anstrengend, wenn viele fremde Menschen durch die Wohnung stapfen und ständig Türen auf- und zuschlagen. "Dann besteht die Gefahr, dass die Katze entwischt, sich draußen versteckt oder wegläuft", warnt Aurahs. 

Die Expertin rät, die Katze während dieser Zeit gut abgeschirmt in einem separaten Raum unterzubringen, wo sie Futter, Wasser, Spielzeug und ihr Körbchen hat und nicht gestört wird. "Das Lieblingssofa der Katze oder generell einen Ort, an dem man auch selbst entspannt, sollte man bis zuletzt in der Wohnung lassen", sagt Aurahs.

Das Tier sollte dann als Letztes umziehen. Den eigentlichen Weg ins neue Zuhause legt die Katze in einem Transportkorb im Auto der Besitzer zurück - und keineswegs in einem Lastwagen zwischen Kartons.

Zimmer einzeln erkunden

Im neuen Zuhause können Besitzer auf Verdampfer zurückgreifen, die Pheromone im Raum verbreiten. "Die haben einen entspannenden Effekt und schaffen für die Katze eine Wohlfühlatmosphäre", sagt Nadja de Leuw, Tierärztin mit einer auf Katzen spezialisierten Praxis in Schriesheim (Baden-Württemberg).

Generell sollte der Vierbeiner im neuen Domizil erst einmal in Ruhe ankommen. Das kann zum Beispiel heißen, dass die Katze zunächst in einem Raum bleibt, wo sie ungestört und in Sicherheit ist. Nach und nach kann sie dann die anderen Zimmer erkunden.

Gerüche helfen Bei der Eingewöhnung helfen vertraute Gerüche. Man nehme das alte Zubehör wie Körbchen oder Kratzbaum am besten mit, sagt Jutta Aurahs: "Wenn in der neuen Wohnung nur neue Möbel stehen, wird die Katze irritiert sein."

Vor einer besonderen Herausforderung stehen Katzen, die es als Freigänger gewohnt sind, auch außerhalb des Hauses unterwegs zu sein. Die Befürchtung, die Katze könne nach dem Einzug weglaufen und ihr altes Revier aufsuchen, ist nach Einschätzung von Tanja Reinschmidt zwar meistens unbegründet.

Nach und nach ins neue Revier

Trotzdem rät sie dazu, Türen und Fenster zunächst geschlossen zu halten und Freigänger in den ersten vier bis sechs Wochen nicht aus der Wohnung zu lassen.

Zunächst wird der Stubentiger die neue Umgebung aus dem Fenster betrachten. "Katzen bilden eine Landkarte, bestehend aus Gerüchen und Geräuschen", erklärt Reinschmidt. Irgendwann dränge es sie dann nach draußen. Doch auch da müsse sich das Tier erst eingliedern, denn die meisten Reviere seien bereits von anderen Katzen besetzt. 

"Ganz wichtig für Freigänger ist: Sie müssen kastriert, gechipt und bei einem Haustierregister gemeldet sein", betont Aurahs. Denn wenn eine Katze zum Beispiel auf einen Hund trifft und in Panik wegläuft, kann es sein, dass sie in neuer Umgebung nicht nach Hause findet. 

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