Gefährdete Arten

Lehmpfützen als Nisthilfen für Schwalben

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Für den Nestbau etwa in Scheunen benötigen Rauchschwalben Lehm. Tierfreunde können ihnen helfen, indem sie eine Lehmpfütze anlegen. Foto: Franziska Gabbert

Ein Zuhause für gefährdete Schwalbenarten: Wer den Mehl- und Rauchschwalben den Nestbau erleichtern möchte, kann für sie Lehmpfützen anlegen. So geht's:

Berlin (dpa/tmn) - Sie sind auf der Suche nach Lehm, Ton oder schlammiger Erde: Rauch- und Mehlschwalben formen daraus kleine Kügelchen und bauen damit Nester. Doch mancherorts fehlt ihnen das gewünschte Baumaterial.

Immobilienbesitzer können den Vögeln helfen, indem sie eine Lehmpfütze anlegen. So erleichtern sie es den Schwalben, ihre alten Nester etwa an Fassaden oder in Scheunen zu ersetzen, erklärt der Naturschutzbund (Nabu).

Die Pfütze sollte auf einer offenen Fläche angelegt werden, so dass Katzen und andere Feinde keine Deckung haben. Auch sollte sie nicht mehr als 300 Meter vom Niststandort der Schwalben entfernt sein. Ansonsten trockne der Lehm bereits auf dem Hinflug aus und kann nicht mehr so gut verwendet werden.

Wo Lehmpfützen nicht möglich sind, könnten unter Vorsprüngen in mindestens 2,5 Metern Höhe Kunstnester angebracht werden. Diese werden laut Nabu ebenfalls gern angenommen. Da Mehlschwalben gesellig in größeren Kolonien brüten, bringen die vielen Tiere jedoch reichlich Kot und Reste von Nistmaterial an Fassaden und auf dem Boden mit sich. Dagegen könne man sich mit einem einfachen, einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachten Brett behelfen.

Mehl- und Rauchschwalben sind mittlerweile gefährdete Schwalbenarten. Ihr Bestand ist seit 1985 um 20 Prozent gesunken.

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