Für besorgte Tierfreunde

Enten frieren trotz kalter Füße nicht auf Eis fest

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Enten frieren auf Eisflächen nicht fest. Foto: Ralf Hirschberger

Bei Minustemperaturen verweilen Enten gerne mal auf gefrorenen Eisflächen. Manche Tierfreunde geraten bei diesem Anblick in Panik - zu Unrecht.

Hannover (dpa/tmn) - Auch wenn es manchmal so aussieht: Enten und Schwäne frieren auf Eisflächen nicht fest. Notrufe besorgter Tierfreunde sind deshalb überflüssig, erklären der Naturschutzbund (Nabu) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

In deren Geschäftsstellen in Niedersachsen hatten gleich dutzende Spaziergänger Alarm geschlagen. In aller Regel frören Vögel nicht fest, teilten Tierschützer und Lebensretter mit. Grund sind die mit relativ kaltem Blut durchbluteten Füße der Entenvögel, unter denen das Eis nicht wegschmilzt und über die kaum Wärme verloren geht. Fein verzweigte Adern im Bein der Vögel dienten dem Wärmeaustausch, wobei das fußwärts fließende Blut Wärme an das körperwärts fließende Blut abgibt.

Speziell bei Entenvögeln und Schwänen sei es wichtig, die Tiere nicht aufzuscheuchen, damit sie nicht zusätzlich Reserven verbrauchen, hieß es. Diese benötigten sie, um gut über den Winter zu kommen. Spaziergänger sollten deshalb sich und ihre Hunde zurückhalten.

Nabu und DLRG warnten vor überflüssigen Tierrettungsaktionen. "Lebensgefährlich wird es, wenn Laien auf das brüchige Eis gehen, um nach den Tieren zu schauen", warnt DLRG-Sprecher Nico Reiners. "Unsere ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte helfen Tieren dagegen gerne, wenn diese wirklich in Gefahr sind."

Gemeinsame Pressemitteilung von DLRG und Nabu

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