Können LED-Lampen die Gesundheit gefährden?

LED-Lampe an der Decke eines Zimmers
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LED-Lampen sind in digitaler Elektronik heutzutage schon längst Standard, aber finden sich auch in immer mehr Haushalten als Beleuchtungsquelle.

LED-Lampen haben seit ihrer Einführung den Markt der Leuchtmittel nachhaltig revolutioniert. LED steht dabei für „light-emitting diode“, wobei die Lampen vielfältig verwendet werden können.

In Bildschirmen bzw. Displays sind sie mittlerweile Standard, doch auch in immer mehr Haushalten lassen sie sich als Beleuchtung antreffen. Da der Mythos besagt, dass diesem Leuchtmittel gesundheitliche Gefahren innewohnen, klären wir im Folgenden die Tatsachen.

LED-Licht für menschliche Gesundheit grundsätzlich unschädlich

LED-Lampen verkaufen sich seit ihrer Einführung auf dem Markt aufgrund ihrer mannigfaltigen Vorteile gegenüber anderen Leuchtmitteln prächtig. Zu diesen zählen unter anderem:

  • Hohe Stromersparnis
  • Lange Lebensdauer
  • Geringe Wärmeentwicklung

Doch manche Verbraucher haben auch Bedenken, vollständig auf LEDs zu setzen und diese zur Beleuchtung aller Räumen in der Wohnung zu nutzen.

Schuld daran ist das Gerücht, dass die Verwendung von LED-Lampen gesundheitliche Risiken für die Augen und das allgemeine Wohlbefinden birgt. Wie das Portal beleuchtungdirekt.ch berichtet, hat LED-Licht jedoch grundsätzlich keine negativen Folgen für die menschliche Gesundheit.

Hinzu kommt, dass auch die Lampen selbst keine giftigen Substanzen beinhalten, die bei einem Bruch des Leuchtmittels nach außen dringen könnten.

Trotzdem sollten sich Verbraucher einmal näher mit den Eigenschaften von LEDs beschäftigen und diese nicht ohne jede Sorgfalt nutzen.

Blaues Licht in LED-Lampen als Gefahrenquelle für die Sehkraft

Eine mögliche Gefahrenquelle, die im Zusammenhang mit LEDs kolportiert wird, ist das blaue Licht, das diese ausstrahlen. Zur Gefahr wird dieses jedoch nur, wenn die Leuchtintensität sehr hoch ist und direkt in die Lampe geschaut wird oder wenn das Auge parallel viel UV-Strahlung ausgesetzt ist. Dann kann folgendes auftreten:

  1. Augenschäden
  2. Kopfschmerzen
  3. Probleme beim Einschlafen

Blaues Licht bzw. eine kalte Farbtemperatur signalisiert dem menschlichen Organismus, wach und konzentriert zu sein. Unweigerlich läuft dies der abendlich stattfindenden Produktion von Melatonin zuwider, das laut gesundheit.de auch als Schlafhormon bekannt ist.

Klinische Studien, die die schädliche Wirkung von blauem Licht auf die Netzhaut des menschlichen Auges belegen, gibt es bis dato nicht. Existent sind lediglich Daten aus Tierversuchen. Allerdings sollen kleine Kinder und ältere Menschen potenziellen LED-Augenschäden gegenüber empfänglicher sein.

Ein weiteres Problem bei LEDs bzw. LED-Bildschirmen kann das sogenannte Flickering darstellen, was insbesondere bei günstigen Lampen auftritt. Jedoch reagieren nur wenige Menschen darauf sensibel und entwickeln beispielsweise Kopfschmerzen oder Schwindel.

Anpassung der Nutzungsgewohnheiten vermindert Risikorealisierung

Mit ein paar einfachen Adaptionen im alltäglichen Umgang mit LEDs lassen sich die nicht unmittelbar gesundheitsgefährdenden, aber möglichen „Nebenwirkungen“ von LEDs vermeiden oder zumindest verringern.

Um der Problematik des kalten Lichts Herr zu werden, können einerseits warmweiße LEDs zu Beleuchtungszwecken erworben werden. Bei Displays hingegen gibt es spezielle Filter, die das blaue Licht herausfiltern und Software, die die Farbtemperatur des Gerätes wärmer gestaltet.

Diese Vorgehensweise empfiehlt sich aufgrund der erwähnten Hormonausschüttung vor allem gegen Abend und kann automatisiert eingestellt werden. Zudem sollte die Helligkeit eines LED-Bildschirms immer so gewählt werden, dass diese zur Umgebung passt. Dies bedeutet: Heller Bildschirm bei heller Umgebung und dunkler Bildschirm bei dunkler Umgebung.

Auch für Menschen, die Flickering gegenüber empfindlich sind, gibt es eine Lösung in Form von Monitoren mit Flicker-Free Technologie. Alternativ sollte auf eine klassische Dimmung des Bildschirms verzichtet werden, da günstige LEDs dann langsamer flackern, was zu mehr Irritationen führen kann.

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