Venedig bittet Touristen zur Kasse

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Die Sehenwürdigkeiten Venedigs sollen von der neuen Aufenthaltssteuer profitieren.

Venedig - Besucher in Venedig müssen künftig eine Aufenthaltssteuer zahlen. Wieviel die Kurtaxe in der Lagunenstadt kostet, wer sie bezahlen muss und welchem Zweck sie dienen soll.

Diese Art Kurtaxe ist gestaffelt von drei Cent für einen einfachen Campingplatz auf dem zu Venedig gehörenden Festland bis zu fünf Euro für die Nacht im Fünf-Sterne-Hotel. Damit trage der Gast dazu bei, die Sehenswürdigkeiten Venedigs zu erhalten, wie die Gemeinde auf ihrer Webseite mitteilte. So versucht Venedig die neue Steuer den etwa 20 Millionen Besuchern pro Jahr schmackhaft zu machen.

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Die seit Mittwoch auf den Zimmerpreis aufgeschlagene “tassa soggiorno“ soll in diesem Jahr noch etwa acht Millionen Euro in die leere Stadtkasse spülen. Für die beiden folgenden Jahre hat Venedig bereits 23 Millionen an Einnahmen im Etat eingeplant. Das Geld soll zur Förderung des Tourismus und für Erhaltungsmaßnahmen ausgegeben werden. Bezahlt werden müsse die Taxe nur für die ersten fünf Tage, hält die Kommune fest.

Die Beherbergungsbetriebe ziehen allerdings wegen der Steuer noch vor das regionale Verwaltungsgericht - sie wollen nicht Steuereintreiber der Lagunenstadt sein. Das Verfahren kann sich sehr in die Länge ziehen.

dpa

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