Urlaubsplanung

Angst vor zweiter Corona-Welle: Amsterdam will an Wochenenden keine Touristen in der Stadt

Niederlande, Amsterdam: Menschen schlendern am Abend an einer Gracht entlang durch den Rotlichtbezirk De Wallen.
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Touristen sollen an Wochenenden Amsterdam derzeit besser fernbleiben.

Im Corona-Jahr 2020 gibt es auch und besonders im Urlaub einiges zu beachten. Amsterdam etwa will an den Wochenenden keine Touristen mehr in der Stadt haben.

  • Es ist Urlaubszeit – doch viele außereuropäische Reiseziele fallen wegen Einreisebeschränkungen und Reisewarnungen weg.
  • Bis Ende August hatte das Auswärtige Amt seine weltweite Reisewarnung verlängert, für den Großteil der europäischen Länder gilt das nicht mehr - auch nicht mehr für eine Reise in die Niederlande*.
  • Amsterdam hat nun aber Touristen dazu aufgerufen, auf Besuche am Wochenende zu verzichten.

Urlaub in Amsterdam: Besser nicht an den Wochenenden

Für Deutsche ist der Holland-Urlaub weiter möglich. Amsterdam hat aber Touristen aufgerufen, freiwillig auf Besuche am Wochenende zu verzichten - aus Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben, so die Stadt. Touristen, die bereits in der Stadt sind, werden in den sozialen Medien aufgerufen, die Corona-Regeln zu beachten und Gedränge in der Stadt und an Sehenswürdigkeiten zu meiden.

In Geschäften im Rotlichtviertel darf das ganze Wochenende lang kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot gilt nicht für Kneipen und Restaurants. Der Zustrom von Touristen vor allem aus Deutschland, Belgien und Frankreich aber auch von Niederländern hat so zugenommen, dass im Zentrum der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist im öffentlichen Leben Pflicht, also auch in Geschäften und an Stränden. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu Stoßzeiten nutzen.

Lesen Sie hier: Urlaub in Amsterdam: Die besten Aktivitäten in der niederländischen Hauptstadt.

Maskenpflicht in Amsterdam und Rotterdam - auch Rotlichtviertel betroffen

Die niederländischen Städte Amsterdam und Rotterdam haben am Donnerstag eine Maskenpflicht für belebte öffentliche Orte angeordnet. Die Regelung gilt für alle Menschen, die 13 Jahre und älter sind. Von den Maßnahmen betroffen ist auch das bekannte Rotlichtviertel in Amsterdam. Wie die Behörden in Amsterdam mitteilten, müssen ab dem 5. August an belebten Plätzen der Hauptstadt Alltagsmasken getragen werden. Die Regelung gilt demnach auch für das Rotlichtviertel, wo Prostituierte hinter Glasscheiben stehen und ihre Dienste anbieten. Die Bordelle konnten am 1. Juli wieder öffnen, nachdem das Rotlichtviertel wegen der Corona-Pandemie für fast drei Monate geschlossen wurde.

Auch in der Hafenstadt Rotterdam besteht ab dem 5. August 2020 in den Einkaufsvierteln und in Einkaufszentren eine Maskenpflicht. Bei Verstößen sollen in beiden Städten Bußgelder verhängt werden, über die Höhe der Strafen wird noch entschieden. Erst am Mittwoch hatte der Corona-Krisenstab der niederländischen Regierung eine landesweite Maskenpflicht abgelehnt und die Entscheidung den Kommunen überlassen. Die Niederlande gehören zu den wenigen europäischen Länder, die bisher keine strengen Regeln für das Tragen von Schutzmasken haben.Die Niederlande haben seit Beginn der Corona-Pandemie 6145 Todesfälle verzeichnet. Insgesamt meldeten die Behörden mehr 53.000 Infektionsfälle.

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Italiener verweigert Maske - 500 Euro Geldstrafe in den Niederlanden

In den Niederlanden ist erstmals ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er sich geweigert hatte, im Flugzeug eine Maske zu tragen. Ein 30 Jahre alter Italiener müsse 500 Euro Buße bezahlen, urteilte das Gericht am Amsterdamer Flughafen Schiphol am Donnerstag. In Flugzeugen gilt nach niederländischem Recht eine Maskenpflicht.

Der Mann war vor etwa einem Monat mit der Fluggesellschaft Transavia von Las Palmas (Gran Canaria) nach Schiphol geflogen. Er hatte sich nach Angaben des Gerichts während des Fluges mehrfach geweigert, die Anweisungen des Kabinenpersonals zu befolgen und einen Mundschutz aufzusetzen. Damit habe er bewusst auch die Gesundheit von anderen Passagieren gefährdet, urteilte das Gericht. „Das sind für jeden unsichere Zeiten, und die Gesundheit ist ein großes Gut.“ 200 Euro der Geldstrafe wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Buße von 300 Euro gefordert. (dpa / afp / sca) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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