Reisen 2021

Urlaub trotz Corona: Müssen Geimpfte und Genesene nach der Reise in Quarantäne?

Viele Personen packt nach Monaten der Corona-Pandemie das Fernweh. Doch müssen Geimpfte und Genesene nach einem Urlaub in Quarantäne? Ein Überblick.

Hamm - Die Corona-Regeln werden aufgrund steigender Inzidenzen vielerorts verschärft. Während im ersten Lockdown nahezu alle Reisen storniert wurden, steigt mittlerweile das Fernweh der Deutschen - trotz ständig schwankenden Corona-Zahlen. Doch was bedeutet das für Geimpfte und Genesene, die aus dem Urlaub zurückkehren? Müssen sie auch in Quarantäne? Ein Überblick. (News zum Coronavirus)

LandDeutschland
KanzlerinAngela Merkel
Bevölkerung83.155.031 (31. Dezember 2020)

Corona: Müssen Geimpfte nach dem Urlaub in Quarantäne? Eine Unterscheidung ist entscheidend

Für viele ist es nicht leicht, die ständig neuen Corona-Regeln im Blick zu behalten. Besonders schwer wird es, wenn ein Urlaub in einem anderen Land ansteht. Seit dem 1. August müssen alle Einreisenden einen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Während Ungeimpfte künftig tiefer in die Tasche greifen müssen, um zu verreisen, können Geimpfte und Genesene auf einen negativen Test verzichten.

Damit ist jedoch noch nicht die Frage nach der Quarantäne geklärt. Hierbei muss zwischen einem Hochrisikogebiet und einem Virusvariantengebiet unterschieden werden. Zu einem Corona-Hochrisikogebiet werden all die Gebiete gezählt, die mit besonders hohen Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Virus beitragen. Erst kürzlich wurde auch die Türkei als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Wie Sie Hochrisiko- und Virusvariantengebiete voneinander unterscheiden, erklärt auch fuldaerzeitung.de*.

Urlaub trotz Corona: Das gilt für die Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet

Einreisende, die aus Corona-Hochrisikogebiete zurückkehren, müssen für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Eine Ausnahme bilden nur Geimpfte und Genesene. Vollständig geimpfte und genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten sind von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie den entsprechenden Nachweis vorlegen. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon frühstens nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien. „Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Für sie endet die Quarantäne nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet nach dem fünften Tag der Einreise automatisch“, erklärt das Bundesgesundheitsministerium.

Fernweh: Viele Deutsche sehnen sich nach einem Auslands-Urlaub. Doch die Angst vor einer möglichen Quarantäne verunsichert viele.

Ein Virusvariantengebiet zeichnet sich durch ein besonders hohes Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter Virusvarianten aus. Brasilien zählt beispielsweise bereits seit Mitte Januar zu einem Virusvariantengebiet. Hier sind die Regelungen deutlich strenger.

Urlaub trotz Corona: Quarantäne nach Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet

Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne grundsätzlich 14 Tage, betont das Gesundheitsministerium. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist aber auch hierbei möglich.

Wird das betroffene Virusvariantengebiet noch während der Quarantänezeit in Deutschland herabgestuft, gelten für die Beendigung der Absonderung die Regelungen für diese Gebietsart.

Die Quarantäne kann aber auch automatisch beendet werden, wenn das betroffene Gebiet vom Robert-Koch-Instituts (RKI) nicht mehr aufgelistet wird. Eine aktuelle Liste der Risikogebiete ist übrigens über die Homepage des RKI einsehbar. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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