Verbote und Co.

Urlaub an der Nordsee trotz Corona? Das müssen Reisende jetzt beachten

Urlaub an der Nordsee - ist das in den Herbstferien trotz Corona überhaupt noch möglich? In Niedersachsen und Schleswig-Holstein gelten unterschiedliche Regeln - noch.

Hamm - Die Auswahl möglicher Ziele für Urlauber wird immer geringer. Denn nach den unzähligen Reisewarnungen für Ziele im Ausland gibt es nun auch in Deutschland immer mehr Risikogebiete. Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus* infizieren, wächst stetig.

MeerNordsee
Mittlere Tiefe95 Meter
Fläche575.000 km²
Maximale Tiefe700 Meter

„In Deutschland lässt sich auch gut Urlaub machen“, lautete die Devise noch im Sommer. Zum Beispiel an der Nordsee. So weit, so richtig. Das wird, so kurz vor den Herbstferien in Nordrhein-Westfalen (NRW) und anderen Bundesländern, allerdings etwas problematischer.

Urlaub an dera Nordsee trotz Corona? Regeln in Schleswig-Holstein und Niedersachsen

Denn in Deutschland gibt es immer mehr Corona-Hotspots - und damit innerdeutsche Risikogebiete. Die Bundesländer haben sich nun auf ein - mehr oder weniger - einheitliches Beherbergungsverbot verständigt. Es ist aber eines, das jede Landesregierung dann doch irgendwie anders auslegt.

Was bedeutet das für einen Urlaub an der Nordsee? Müssen wieder so viele Menschen auf eine Reise verzichten wie schon im Sommer? Klares jein. Es kommt auf das Gebiet an.

Urlaub an der Nordsee trotz Corona? Diese Regeln gelten in Schleswig-Holstein

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat für Einreisende aus inländischen Hochinzidenzgebieten nach Schleswig-Holstein - also etwa aus Deutschlands Corona-Spitzenreiter Hamm oder anderen Hotspots wie Hagen, wo nun neue Regeln gelten, oder auch Wuppertal - ein touristisches Beherbergungsverbot ausgesprochen.

Was bedeutet das? Reisen Urlauber aus einem vom Land Schleswig-Holstein ausgewiesenen inländischen Hochinzidenzgebiet in das Bundesland und wollen dort aus touristischen Gründen in einer gewerblichen Unterkunft übernachten, ist beim Check-In ein negativer Corona-Test vorzuzeigen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Urlaub an der Nordsee trotz Corona? Negative Tests in Schleswig-Holstein nötig

Das Land Schleswig-Holstein verdeutlicht mit Blick auf einem möglichen Urlaub an der Nordsee dort: „Zwischen dem Ausstellen des Testergebnisses und der Einreise dürfen demnach nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein.“

Wer an der Nordsee in Schleswig-Holstein Urlaub machen möchte und aus einem Corona-Hotspot kommt, benötigt einen negativen Corona-Test.

Dabei können sich Urlauber aus Risikogebieten nicht kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das geht nur dann, wenn das Gesundheitsamt einen Corona-Test anordnet oder die Testung auf ärztliche Anweisung durchgeführt wird.

Urlaub an der Nordsee trotz Corona? Diese Ausnahmen gelten

Ausnahmen gelten bei Familienbesuchen oder Berufspendlern. Sie müssen bei einer Übernachtung keinen negativen Corona-Test nachweisen.

Als Maßstab für die Einstufung eines Hochinzidenzgebietes dient, ob in den jeweiligen Kreisen oder kreisfreien Städten mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Hamm, Hagen und Wuppertal würden demnach dazu zählen.

Urlaub an der Nordsee trotz Corona? Diese Regeln gelten in Niedersachsen

Unproblematischer sollte es eigentlich bei einem Urlaub an der niedersächsischen Küste der Nordsee sein - trotz Corona. Doch das könnte sich schnell ändern.

Denn Niedersachsen will nun doch ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Risikogebieten. Eine entsprechende Landesverordnung werde auf den Weg gebracht, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag im Landtag. Man habe sich darüber innerhalb der Landesregierung abgestimmt.

Urlaub an der Nordsee trotz Corona? Niedersachsen will Regeln überdenken

Damit könnten auch in Niedersachen bald ähnliche Regeln gelten wie in Schleswig-Holstein. Heißt: Ein Urlaub an der Nordsee ist wohl auch dann nicht mehr ohne negativen Corona-Test möglich.

Viele andere Bundesländer wollen auch keine Touristen aus Corona-Risikogebieten mehr in ihren Hotels und Ferienwohnungen übernachten lassen. Darauf hatten sich am Mittwoch der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verständigt. Niedersachsen hatte sich dem zunächst nicht angeschlossen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance/Christian Charisius/dpa

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