Reise-Schock

Spanien verschärft Einreise-Regeln für Deutsche - aber es gibt auch gute Nachrichten

Reise-Schock für viele Urlauber, die nach Spanien wollen: Das Land verschärft die Einreise-Regeln für Deutsche. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Hamm - Ein paar Tage pralle Sonne; darauf freuen sich gerade viele. Doch wer jetzt Urlaub in Spanien machen will, muss sich seit Montag (23. August) an schärfere Einreise-Regeln halten. Das spanische Gesundheitsministerium hat ganz Deutschland wegen steigender Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet erklärt. Doch es gibt auch gute Nachrichten für Urlauber. (News zum Coronavirus)

LandSpanien
HauptstadtMadrid
Bevölkerung46,94 Millionen (2019)

Urlaub in Spanien: Schärfere Einreise-Regeln für Touristen aus Deutschland

Für alle Besucher aus Deutschland wird die Einreise nach Spanien seit Montag erschwert. Die Neueinstufung von Deutschland als Corona-Risikogebiet gilt zunächst für sieben Tage. Heißt: Alle Einreisenden aus Deutschland ab 12 Jahren müssen bis Mitternacht des 29. August (Sonntag) einen Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorlegen müssen. Es gilt also sozusagen die 3G-Regel, wie sie auch in Deutschland eingesetzt wird, um die alten Inzidenzstufen zu ersetzen.

Zuletzt galten aus spanischer Sicht lediglich fünf Bundesländer - Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein - als Risikogebiete.

Im Falle eines Antigentests darf der Test bei der Ankunft in Spanien nicht älter als 48 Stunden sein, bei PCR-Tests dürfen es maximal 72 Stunden sein. Besucher aus Ländern, die geringe Corona-Infektionszahlen aufweisen und nicht auf der spanischen Liste der Risikogebiete stehen, dürfen ohne Auflagen ins Land. Allerdings müssen alle Besucher weiterhin ein Onlineformular ausfüllen. Sie erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Oft kontrollieren die Airlines schon vor dem Abflug, dass die Passagiere alle Auflagen erfüllen.

Urlaub in Spanien: Katalonien mit Barcelona und Costa Brava nicht mehr Hochrisikogebiet

Wenn Urlauber aus Deutschland in Spanien Gebiete besuchen, die auf der deutschen Liste der Hochrisikogebiete stehen, wie etwa Madrid oder die Balearen mit Mallorca, müssen sie bei der Rückkehr in die Heimat zehn Tage in Quarantäne, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden.

Eine Frau am Strand Cala Major in Palma de Mallorca. Urlauber aus Deutschland müssen sich in Spanien jetzt auf schärfere Einreise-Regeln einstellen.

In diesem Punkt gibt es jetzt allerdings gute Nachrichten für Urlauber aus Deutschland. Die ersten Regionen in Spanien sind seit Sonntag (22. August) wieder von dem Status eines Hochrisikogebiets befreit. Das Robert-Koch-Institut (RKI) strich die Provinzen Asturien, Kastilien-La Mancha, Valencia und Katalonien mit den Touristenhochburgen Barcelona und Costa Brava von der Hochrisikoliste.

Urlaub in Spanien: Reisewarnung für die Kanaren fällt weg

Außerdem fällt die Reisewarnung für die bei Urlaubern aus Deutschland sehr beliebten Kanaren und damit für die Ferien-Inseln Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura weg. Urlauber aus Deutschland profitieren damit von erleichterten Rückreisebedingungen. Bei der Rückkehr müssen Touristen damit nur noch einen negativen Antigenschnelltest (maximal 48 Stunden alt) oder einen PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) vorweisen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.

Im Juli hatte Spanien wieder mit die höchsten Infektionszahlen in Europa. Deshalb war das ganze Land bisher Hochrisikogebiet. Inzwischen wird die Lage aber überall in Spanien immer besser. Auf den Kanaren ging die Sieben-Tage-Inzidenz binnen drei Wochen von 250 auf 98 zurück, in Katalonien von 413 auf 122, in Valencia von 259 auf 106. Den besten Wert weist derzeit Asturien im Norden des Landes auf: Dort wurden zuletzt nur noch 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

Wer auf einer griechischen Insel Urlaub machen will, muss seine Pläne eventuell überdenken. Reiseziele um Kreta und Mykonos sind jetzt Corona-Hochrisikogebiete. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Álex Zea/dpa

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