Sicher reisen im Netz

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Tipps für die Online-Buchung

Etwa 30 Prozent der Deutschen haben bereits eine Reise online gebucht. Mancher dürfte aber noch skeptisch gegenüber dem Urlaub aus dem Internet sein. Hier gibt's Tipps für eine sichere Online-Buchung. 

Die EU-Initiative klicksafe, die den verantwortungsvollen Umgang mit Internet und neuen Medien fördern will, hat Tipps für sichere Online-Buchungen zusammengestellt.

Kennzeichnung des Anbieters

Es können Veranstalter, Eigentümer von Unterkünften oder Fluggesellschaften sein, auch Reisevermittler – auf jeden Fall sollte der Name, die Rechtsform des Unternehmens, die vollständige Adresse sowie Telefonnummer und Mail-Adresse leicht zu finden sein. Ist das nicht der Fall, deutet dies auf ein wenig seriöses Unternehmen hin.

Haftung für die Leistungen

Es sollte eindeutig zu erkennen sein, wer die angebotene Reiseleistung erbringt und wer für eventuelle Mängel haftet. Hat der Vertragspartner seinen Sitz im Ausland, unterliegt der Vertrag dem Recht dieses Landes, Ansprüche können also möglicherweise nur sehr schwer durchgesetzt werden.

Verständliche Abläufe

Zu jeder Zeit sollte klar ersichtlich sein, bei welchem Buchungsschritt man sich gerade befindet, ebenso sollte eine Buchungsbestätigung per Mail mit allen Reisedaten sowie dem Endpreis vorhanden sein.

Leistungen kontrollieren

Bei Pauschalreisen müssen alle Leistungen genannt werden. Dazu gehören Reiseziel, Unterbringung, Verpflegung, Reiseroute, Transportmittel, Reisepreis und ggf. Pass- und Visumserfordernisse und vorgeschriebene Impfungen.

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Infos ausdrucken

Um bei Problemen die vereinbarten Eckdaten der Reise nachweisen zu können, sollten alle wichtigen Internetseiten, auf denen die gebuchten Leistungen festgehalten sind, ausgedruckt werden.

Die Geschäftsbedingungen

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Veranstalters, der Fluggesellschaft oder der Unterkunft sollten einfach aufzufinden und verständlich formuliert sein.

Sind die Kosten transparent?

Prüfen Sie, welche Kosten auf Sie zukommen. Besondere Vorsicht ist bei Gratis- oder Billigstangeboten angeraten, denn niemand verschenkt etwas. Bei extrem günstigen Reisen gehören oft Verkaufsveranstaltungen oder Ausflüge zum Programm – nimmt man nicht daran teil, erhöht sich der Reisepreis enorm.

Komplette Preisangaben

Der Anbieter muss den Endpreis einschließlich Mehrwertsteuer angeben, alle vereinbarten oder obligatorischen Nebenleistungen müssen erkennbar sein und in die Preisberechnung einfließen. Angegeben werden muss auch, wann die Zahlung zu leisten ist.

Der Sicherungsschein

Der Sicherungsschein garantiert, dass der Reiseveranstalter gegen Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit versichert ist. Informationen zur Versicherung müssen online abrufbar sein. Zahlen Sie für Pauschalreisen nur, wenn es den Sicherungsschein gibt.

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Zahlungsmöglichkeiten

Seriöse Anbieter erkennt man u.a. auch daran, dass sie mindestens zwei verschiedene Möglichkeiten zur Zahlung anbieten, zum Beispiel Überweisung und Lastschriftverfahren. Die Datenübermittlung sollte grundsätzlich verschlüsselt erfolgen.

Sichere Seiten

Persönliche Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum und Bankverbindung sollten nur verschlüsselt gesendet werden. Sichere Seiten erkennt man am Schlüssel- oder Schlosssymbol auf dem Rahmen des Browsers bzw. an der Web-Adresse, die mit „https“ beginnt.

Datenschutz

Art, Umfang, Ort und Zweck der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung durch den Anbieter müssen klar erkennbar sein. Es dürfen nur solche Daten erhoben werden, die in einem direkten Zusammenhang mit der jeweiligen Buchung stehen.

V. Pfau

Infos

Die 12 goldenen Regeln für Reisebuchungen im Internet wurden von der Initiative klicksafe in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erstellt.

Die 40-seitige Broschüre kann im Internet unter www.vz-nrw.de/mediabig/62561A.pdf als pdf-Datei heruntergeladen werden.

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