2.000 Jahre alt

Riesiges Katzen-Bild in Peru entdeckt: Woher stammt die Zeichnung?

In Peru ist ein riesiges Scharrbild einer Katze aufgetaucht. Was aussieht wie eine Kinder-Zeichnung, wird von Forschern auf ein Alter von 2.000 Jahren geschätzt.

Auf den ersten Blick wirkt die Zeichnung einer Katze, die an einem Wüstenhügel von Peru entdeckt wurde, wie ein Scherz von Touristen*. Tatsächlich ist das kindlich angehauchte Bild aber schon viel älter – vermutlich sogar 2.000 Jahre alt.

2.000 Jahre altes Bild einer Katze taucht in Peru auf

Über insgesamt 37 Meter erstreckt sich das riesige Katzen-Bild, das kürzlich von Forschern rein zufällig während der Arbeiten an einem Wüstenhügel entdeckt wurde. Laut Informationen der britischen Zeitung The Guardian könnte das Scharrbild zwischen 200 und 100 v. Chr. in den Hügel gezeichnet worden sein. „Die Figur war kaum zu erkennen und schon im Begriff, im Boden zu verschwinden. Da die Zeichnung an einem ziemlich steilen Hang liegt, ist sie den Auswirkungen natürlicher Erosion ausgesetzt“, berichtet das peruanische Kulturministerium demnach. In den vergangenen Wochen sei das Bild, eine sogenannte Geoglyphe, gereinigt und konserviert worden. Die Linien hätten eine Breite zwischen 30 und 40 Zentimetern.

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Woher stammt das riesige Katzen-Scharrbild in Peru?

Bei der Geoglyphe, die nun entdeckt wurde, handelt es sich um eine von vielen, die in den peruanischen Wüstenboden eingegraben wurden. Über Jahrhunderte hinweg haben verschieden Völker unterschiedliche Tierbilder in den Sand gezeichnet – ein Kolibri, ein Orca oder ein Affe zum Beispiel. Sie werden Nazca-Linien genannt, weil sie den Kulturen der Paracas und Nazca zugeordnet werden, wie das Magazin GEO schreibt. Die Menschen haben sie erschaffen, indem sie das Gestein vom Wüstenboden scharrten, um die darunterliegenden Sedimentschichten hervorzubringen. Vermutlich entstanden sie in einem Zeitraum von 500 v. Chr. und 500 n. Chr. Seit 1994 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie sind etwa 400 Kilometer südlich von Lima zu finden.

Nazca-Linien in Peru.

Einige Geoglyphen sind so groß, dass sie aus nächster Nähe kaum zu erkennen sind – erst wenn man die Zeichnungen von oben betrachtet, lässt sich ein Großteil der Muster erkennen. Laut GEO vermuten Forscher heute, dass die Menschen mit diesen rituellen Zeichnungen die Götter besänftigen wollten und um Regen baten. In dieser Region kam es nämlich nur selten zu Niederschlägen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Rubriklistenbild: © dpa/Genry Bautista

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