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Niederlande im Lockdown: NRW-Nachbarland fährt vor Weihnachten herunter

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Von: Simon Stock

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Die Niederlande sind wegen Omikron im Lockdown: Das NRW-Nachbarland schließt wegen der Variante kurz vor Weihnachten Gaststätten, Friseursalons und Einzelhandel.

Den Haag - Die Niederlande machen dicht: Wegen der alarmierenden Corona-Lage und der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante hat der westliche Nachbar von Nordrhein-Westfalen einen strengen Lockdown verhängt. Er gilt seit den frühen Morgenstunden des Sonntags (19. Dezember) und betrifft fast alle Aspekte des Alltags - auch das Shopping kurz vor Weihnachten.

LandNiederlande
HauptstadtAmsterdam
Bevölkerung17,44 Millionen (2020)

Lockdown in den Niederlanden: Einzelhandel und Gastronomie zu

Schock kurz vor Weihnachten in Holland: Seit Sonntag um 5 Uhr morgens müssen in den Niederlanden fast alle Geschäfte sowie Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure geschlossen bleiben. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten - also bis ins neue Jahr hinein. Eine Ausgangssperre werde es vorerst allerdings nicht geben, versprach Ministerpräsident Mark Rutte.

Ausgenommen von der strengen Corona-Maßnahme sind nur Läden wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Mit dem neuen Lockdown kommen auch Kontaktbeschränkungen: Jeder Haushalt darf nun in der Regel nur noch zwei Gäste empfangen. Nur über Weihnachten und zum Jahreswechsel sind ausnahmsweise bis zu vier Besucher erlaubt.

Lockdown in den Niederlanden mit wenigen Ausnahmen - Kontaktbeschränkungen

Mark Rutte begründet den neuen Lockdown mit der extrem schnellen Verbreitung der Omikron-Variante in den Niederlanden. „Es ist unvermeidlich“, sagte er am Samstagabend in Den Haag. „Wir müssen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.“

Die Omikron-Variante verbreitet sich nach Angaben der Experten viel schneller aus als bisher erwartet. In Amsterdam verdoppelt sich die Zahl der Infektionen alle zwei bis drei Tage. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, hieß es.

Lockdown in den Niederlanden: Sorgen vor Omikron-Variante

Bisher galt in dem deutschen Nachbarland mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern schon ein „Abend-Lockdown“. Die meisten Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Sporteinrichtungen mussten um 17 Uhr schließen. Die Sieben-Tage-Inzidenz -also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - lag in den Niederlanden am Samstag (18. Dezember) bei 617, fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Coronavirus - Niederlande
Die Straßen leeren sich. Die Niederlande haben vor Weihnachten einen Corona-Lockdown verhängt. © Peter Dejong/dpa

Die Niederlande sind Hochrisiko-Gebiet. Das deutsche Auswärtige Amt warnt aktuell vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ in die Niederlande. Die Einreise ist aber möglich. Geimpfte und Genesene benötigen keinen Corona-Test. Ungeimpfte müssen einen PCR-Test (max. 48 Stunden) oder Antigen-Schnelltest (max. 24 Stunden) vorlegen.

Der Lockdown in den Niederlanden hat auch Auswirkungen im Weihnachtsgeschäft. Grenznahe Bewohner in NRW können nun nicht mehr zum Shopping etwa in die beliebten Orte Venlo oder Roermond. Bereits den verkaufsoffenen Sonntag am 19. Dezember gab es nicht mehr. Österreich hat wegen Corona die Einreise-Regeln verschärft: An den Grenzen gilt nun 2G-plus. Auch Geimpfte brauchen unter bestimmten Bedingungen einen PCR-Test. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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