Tourismus

Grenzschließung in Malta für Ungeimpfte? Regierung hat sich entschieden

Das beliebte Urlaubsziel Malta hatte über eine Grenzschließung für Ungeimpfte diskutiert. Die Regierung hat nun eine Entscheidung getroffen. Neue Regeln.

Update vom 13. Juli, 22.47 Uhr: Wer 2021 Urlaub in Malta machen will, der muss künftig geimpft sein. So war zumindest der Plan. Die Regierung hatte eine Grenzschließung für nicht vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte angekündigt. Von diesem Plan ist Malta nun abgetreten, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.

LandMalta (Inselgruppe im Mittelmeer)
HauptstadtValletta
Einwohner 502.653 (2019)

Maltas Gesundheitsminister Chris Fearne hatte die Grenzschließung für die Nacht zum Mittwoch angekündigt. Als Grund nannte er den Anstieg der Infektionen. In dem Insel-Staat sind rund 80 Prozent aller Erwachsenen geimpft. Nach einem Tiefstwert von nur 28 aktiven Coronafällen am 28. Juni war die Zahl am vergangenen Freitag auf 252 angestiegen. Personen ohne gültiges Impfzertifikat müssen sich nach der Einreise dennoch in Quarantäne begeben. Die Dauer blieb zunächst unklar.

Urlaub in Malta 2021: Grenzschließung für Ungeimpfte? Regierung hat sich entschieden

[Erstmeldung] Hamm - In Nordrhein-Westfalen sind die Sommerferien im vollen Gange. Nun verschärfte das beliebte Urlaubsland Malta die Einreise-Bedingungen. Der Grund: Die Fallzahlen steigen auf der Mittelmeerinsel immer weiter an. Ein Überblick über die Corona-Lage, alle wichtigen Einreise-Regeln sowie die Beschränkungen im Land. (News zum Coronavirus)

Land verschärft Einreise: Ist der Sommer-Urlaub wegen Corona in Gefahr?

Die Regierung in Malta hat nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen die Regelungen für Einreisen verschärft. Ab Mittwoch (14. Juli) müssen Reisende einen Impfnachweis vorzeigen, wenn sie über die Grenze wollen, sagte Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz. Kinder, die in Begleitung ihrer Eltern unterwegs seien, bräuchten einen negativen PCR-Test.

Malta akzeptiert derzeit das digitale EU-Impfzertifikat und den Corona-Pass des britischen staatlichen Gesundheitssystems NHS sowie den maltesischen Corona-Impfnachweis für die Einreise.

Malta verschärft Einreise: Was Touristen zur Einreise wissen sollten

Die maltesische Regierung macht also als eine der ersten in Europa eine Impfung gegen Covid-19 zur Voraussetzung, um in das Land zu kommen. Bislang mussten nur Urlauber aus Großbritannien nachweisen, dass sie durchgeimpft sind. Für EU-Bürger reichte ein negativer PCR-Test.

Steigende Corona-Fallzahlen im Urlaubsland: Malta verschärft die Einreise-Regelungen für Urlauber.

Malta verschärft Einreise: Die Corona-Lage auf der Mittelmeerinsel

Die Regierung von Malta entschied sich für die Verschärfung, nachdem die Behörden 96 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet hatten. In den vorangegangenen vier Tagen waren die Fallzahlen ebenfalls deutlich gestiegen.

Die meisten Fälle konnten auf Reisende aus dem Ausland zurückgeführt werden, vor allem auf Studenten, die Malta besuchten, um Englisch zu lernen. Ab Mittwoch (14. Juli) will die Regierung deshalb auch die Sprachschulen vorerst dichtmachen.

Malta verschärft Einreise: Die Beschränkungen und Corona-Regeln vor Ort – Besteht eine Quarantänepflicht?

Das Auswärtige Amt schreibt auf der Homepage, dass alle Reisenden bei der Ankunft am Flughafen einen Mund-Nasen-Schutz oder Gesichtsschutz (Visier) tragen müssen. Auch die Körpertemperatur wird weiterhin gemessen. Beträgt sie 37,2°C oder mehr, werde ein Corona-Test verpflichtend durchgeführt, dessen Ergebnis Reisende in einer dafür eingerichteten Klinik abwarten müssen.

Ein positives Testergebnis ziehe eine 14-tägige Quarantänepflicht nach sich. Die Ausreise ist erst bei negativem Ergebnis eines erneuten Corona-Tests nach Ablauf des Quarantänezeitraums erlaubt.

Malta verschärft Einreise: Die Beschränkungen und Corona-Regeln vor Ort

Bisher seien Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe auf Malta noch geöffnet, schreibt das Auswärtige Amt. Somit seien derzeit noch Besuche in Kino, Theater und beim Friseur weiterhin möglich.

Restaurants, Snackbars sowie Bars und Klubs dürfen auf Malta bis Mitternacht öffnen. Versammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als sechs Personen sind untersagt. Bei privaten Veranstaltungen dürfen sich Personen aus höchstens vier Haushalten treffen.

Malta verschärft Einreise: Auch andere Länder ändern ihre Einreise-Regelungen

Schlechte Nachrichten für Urlauber gibt es auch aus Spanien. Ganz Spanien wird zum Corona-Risikogebiet. Auch hier sind die steigenden Corona-Fallzahlen der Auslöser für die Beschränkungen.

Durchaus positivere Nachrichten gibt es indes aus dem beliebten Urlaubsland Griechenland. Wer 2021 einen Sommerurlaub in Griechenland plant, profitiert von wesentlichen Lockerungen vor Ort. Gleiches gilt für ein anderes beliebtes Reiseziel der Deutschen, die Türkei. Allerdings gibt es auch Urlaubsländer, in denen sich die Corona-Mutation Delta rasant entwickelt.

Rubriklistenbild: © Facundo Arrizabalaga/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare