Urlaub in der Pandemie

Reisewarnung gekippt: Zwei Bundesländer wollen jetzt Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Für Reiserückkehrer aus Mallorca besteht aktuell keine Corona-Testpflicht – das würden zwei Bundesländer gerne ändern.

Die gekippte Reisewarnung für Mallorca hat die Buchungen bei den Fluggesellschaften in die Höhe schießen lassen. Einige Airlines haben nun mit einem erweiterten Angebot für die Osterzeit reagiert. Das sorgt jedoch für Beunruhigung bei der Bundesregierung. Touristen können nämlich nach den aktuellen Corona-Regeln ohne Quarantäne und Test nach Deutschland zurückkehren, wenn für das Urlaubsland keine Reisewarnung besteht.

„Der Appell ist, auf jede nicht unbedingt notwendige Reise zu verzichten“, sagte unter anderem der Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Auch der Mainzer Virologe, Bodo Plachter reagiert laut reisetopia.de mit Bedenken: „Wenn die Reiseaktivität steigt, dann werden auch die Inzidenzraten steigen. Das ist relativ klar. Im Urlaub möchte man sich erholen, möchte man dann auch Corona vergessen. Und das führt dazu, dass die Vorsicht sinkt und die Infektionsraten steigen.“

Mallorca-Urlauber: Bayern und Niedersachsen denken über Testpflicht nach

Nun denken sogar zwei Bundesländer darüber nach, wieder eine Testpflicht für die Mallorca-Rückkehrer einzuführen. „Man holt sich da sehenden Auges ein richtiges Problem ins Land“, sagte Anke Pörksen, die Regierungssprecherin Niedersachsens, laut einem Bericht der dpa. Darum denkt die Landesregierung nun über eine Testpflicht für Reiserückkehrer an Flughäfen nach. Ähnlich sieht es Bayern Ministerpräsident Markus Söder: „Es wäre sehr sinnvoll zu überlegen, ob man da eine Testpflicht hat“, erklärte er am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Alles andere wäre „kein gutes Signal“. Dazu wünscht er sich eine bundeseinheitliche Regelung – vorerst werden jedoch die Testkapazitäten an den bayerischen Flughäfen entsprechend ausgestattet.

Bayern und Niedersachsen wünschen sich eine Testpflicht für Mallorca-Reisende.

Auch interessant: Wo ist Osterurlaub 2021 in Deutschland und Europa möglich?

Generell sieht er es skeptisch, ob Hotels hierzulande vor Ostern wieder öffnen dürfen. „Für Pfingsten und den Sommer bin ich allerdings sehr optimistisch“, so Söder. Bis dahin könne man bei den Impfungen gut vorankommen. Derzeit gilt der Corona-Lockdown – und das damit einhergehende Beherbergungsverbot – bis zum 28. März. Die steigende Inzidenz in Deutschland macht aber nur wenig Hoffnung auf Lockerungen für die Zeit danach. (fk)

Lesen Sie auch: Tourismusbranche an Nord- und Ostsee empört über Mallorca-Urlaub: „Ein Schlag in die Magengrube“.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Rubriklistenbild: © imago-images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare